An der Rathauskreuzung wurde die Verkehrsführung vorübergehend geändert. Probleme gab’s bisher keine. Foto: Rousek

Nur vereinzelt herrscht in Gechingen Orientierungslosigkei. "Guide" stand für alle Fälle bereit.

Gechingen - Seit Montagmorgen läuft der letzte Bauabschnitt an den Wasserleitungen an der Gechinger Rathauskreuzung auf Hochtouren. Eine innerörtliche Umleitung, ein Durchfahrtverbot für Lastwagen, die Aufhebung des Fußgängerüberwegs und die Verlegung der Bushaltestellen Fleckenparkplatz und Rathaus sind die Folge. Das Chaos, das man aufgrund dieser Maßnahmen erwarten könnte, blieb aber bislang aus.

Kaum benötigte Hilfe

Ab kurz vor sieben Uhr stand Andrea Stahl, Sekretärin des Ortsbaumeisters Heinz Braun, an der Kreuzung als "Guide" bereit, um verirrten Schülern, Passanten oder Autofahrern den richtigen Weg zu weisen. Viel zu tun hatte sie allerdings nicht: "Die meisten Leute waren gut informiert", sagt Stahl. "Die Schüler sind ganz zielstrebig zu den Ersatzbushaltestellen gelaufen und sogar die Flüchtlinge, die zu den Sprachkursen fahren, haben gleich gewusst wohin."

Bereits am Freitag stand Stahl an der Kreuzung, um die Fußgänger vorab über die Maßnahmen und deren Auswirkungen auf den Verkehr zu informieren. Ankündigungen im Internet, im Amtsblatt und in der Zeitung taten ihr übriges, um eine böse Überraschung zu verhindern. Nur vereinzelt musste die Rathausmitarbeiterin Personen zur richtigen Bushaltestelle oder auf die passende Umleitungsstraße lotsen. "Es waren eher jüngere Leute, die Richtung Böblingen unterwegs waren und vielleicht nicht so oft fahren", resümiert sie. Für die Autofahrer könnte es in den nächsten Tagen unangenehmer werden, denn durch die Drei-Phasen-Ampelschaltung müssen sie sich auf eine längere Wartezeit einstellen.

Rückstau erwartet

Ein Rückstau, meint Stahl, entstehe mit Sicherheit. Wie weit dieser reichen wird, müsse sich erst zeigen. Gestern Morgen wurden die Ampeln erst nach dem Ende des morgendlichen Berufsverkehrs eingerichtet, weshalb noch keine Erfahrungswerte bestehen. Noch vor Weihnachten sollen die Bauarbeiten an der Rathauskreuzung abgeschlossen sein. "Das ist zumindest der Plan", schmunzelt Stahl. "Man hofft ja immer, dass keine unvorhergesehenen Zwischenfälle geschehen."

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