Der Gechinger Gemeinderat beschloss Maßnahmen zur Verringerung des Defizits beim Gechinger Hallenbad. Foto: Bausch

Sportfreunde und DLRG in Gechingen atmen auf. Gebührenerhöhung für das Hallenbad wird durch höhere Vereinsförderung abgefedert.

Gechingen - Seit Jahren sind Gemeinderat und Verwaltung in Gechingen bemüht, das erhebliche Defizit ihres Hallenbad abzubauen. Die Schwimmhalle muss nämlich jährlich um einen Betrag von rund 300.000 Euro subventioniert werden.

Zur vollen Deckung der hohen Unkosten beim Hallenbad sind nach aktuellen Berechnungen der Verwaltung 110 Euro pro Betriebsstunde nötig. Schützenhilfe bei ihren Bemühungen um die Verringerung des Defizits bekam die Gemeinde durch die Schließung des Calwer Carl-Schmid-Bades. Seither haben nämlich die Calwer Schulkassen ihren Schwimmunterricht teilweise in Gechingen und sorgen damit für einen wirtschaftlicheren Betrieb des dortigen Hallenbades.

Eine zweite Säule zur Verringerung der Subventionen ist seit dem Frühjahr des laufenden Jahres die Erhöhung der Gebühren für Vereine, Schulklassen und andere Gruppen. So können jährlich bis zu 100.000 Euro mehr eingenommen werden. Bis 2012 zahlten die Sportfreunde Gechingen für die Nutzung zu Übungszwecken jährlich knapp 6000 Euro an die Gemeinde. 2013 steigt die Benutzungsgebühr auf rund 12.000 Euro. Im Jahr 2014 werden dann 30.000 Euro und 2015 sogar 33.000 Euro fällig. Für die Gechinger DLRG-Mitglieder gilt die jährliche stufenweise Erhöhung ebenfalls, und zwar von 2400 Euro im Jahr 2012 bis auf 13.000 Euro im Jahr 2015.

"Durch die Tariferhöhung soll den Vereinen keine Mehrbelastung entstehen", stellte Kämmerer Joachim Kaufmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung fest. Dies werde durch die Erhöhung der Vereinsförderung ausgeglichen. Die erhöhten Fördergelder für die einheimischen Vereine sind für die Jahre 2013 und 2014 bereits beschlossen. Gemeinderat Gerhard Mörk wollte wissen, ob alle Vereine und Gruppen bei der Berechnung ihrer zu zahlenden Beiträge gleich behandelt werden.

Die für die Benutzung des Hallenbades zu zahlende Summe werde nach Kriterien wie der Zahl der Mitglieder und der Übungsleiter berechnet, erläuterte Kaufmann. Der Gemeinderat beschloss diese Regelung einstimmig. Jan Wentsch, der Abteilungsleiter Schwimmen der Sportfreunde Gechingen, und der zweite Vorsitzende des großen Vereins mit 1600 Mitglieder, Hagen Breitling, zeigten sich zufrieden über die jetzt gefundene Lösung. "Wir sind froh, dass durch die neue Regelung der Förderung die finanziellen Belastungen deutlich abgefedert werden", unterstrich Breitling. So könne auch weiterhin eine gedeihliche Jugendarbeit für die 600 Jugendlichen des Vereins betrieben werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: