Schwarzwaldverein: Gechinger Ortsgruppe stiftet 60 Bäume aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens

Corona macht dieser Tage viel zunichte. Auch eine Feier zum 60-jährigen Bestehen der Gechinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins (SWV). Deren Mitglieder sind bekanntermaßen kreativ und machen auf andere Weise auf den runden Geburtstag sowie die Verbundenheit zur Gemeinde aufmerksam.

Gechingen. Beim Gechinger Schwarzwaldverein wird nicht nur viel gewandert und für die Pflege von Wegen und Natur getan, sondern es gibt regelmäßig launig-gesellige Veranstaltungen. Eine solche wäre sicher auch die zum 60-Jährigen geworden –­ in Corona-Zeiten, wo Abstand halten geboten ist, undenkbar. Was also tun? "60 Jahre – 60 Bäume" heißt die Aktion, die sich die Mitglieder als Festersatz ausgedacht haben. Damit wollen sie zum einen die Verbundenheit zum Ort zeigen und zum anderen aktiv etwas für den Klimaschutz tun.

Auf dem Gemeindegebiet sollen 60 Bäume gepflanzt werden – vorwiegend heimische Obst-, Laub- und Nadelgehölze. Das eigentliche Pflanzen ist für Anfang 2021 geplant, vermutlich Anfang März, wenn es keinen Bodenfrost mehr gibt. Laut Schwarzwaldverein sollen die Gewächse auf öffentlichen Flächen, aber auch auf Privatgrundstücken gedeihen. Es werden nach wie vor Interessenten gesucht, die gerne einen oder zwei Bäume in ihrem Garten oder auf ihrem Grundstück gepflanzt haben möchten. "Nach bisherigem Stand pflanzen wir 20 bis 25 Exemplare, vorwiegend Obstbäume wie Mirabelle oder Apfel", sagte Heinrich Hamm, Vorsitzender der Gechinger SWV-Ortsgruppe, im Gespräch mit den Schwarzwälder Boten. Es dürften ruhig noch mehr werden.

Der Verein stifte die Bäume und pflanzt sie auch, sofern ausreichend Helfer für die Aktion zusammenkommen.

Projekt kostet rund 2500 Euro

Rund 2500 Euro lässt sich die Ortsgruppe ihr Vorhaben kosten. Laut Hamm versuche man, einen Zuschuss über das europäische Leader-Programm zu bekommen. Mit diesem werden unter anderem Projekte gefördert, die die Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten und das Miteinander stärken. Wer sich entschieden hat, bei der Aktion mitzumachen und in der Lage ist, im Garten ein Loch zu graben, sollte dies laut SWV vorab tun. Die weitere Pflege der Jungbäume nach der Pflanzung sei dann Sache der Besitzer. Wer sich für einen der Bäume interessiert, kann sich noch bis Ende November, bei Gerhard Mörk unter Telefon 07056/9 62 00 oder gerhardmoerk@gmx.de, melden und mitteilen, welche Baumart man gepflanzt haben möchte. Pro Garten werden maximal zwei Bäume gestiftet.