Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Gechingen Seit 25 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe

Von
Karl Amann brachte mehrere Maschinen wieder in Schuss und wies in deren Handhabung ein. Fotos: Pro Haiti Foto: Schwarzwälder Bote

schwarzwaelder-bote.de schickt Sie auf Reisen Zum Gewinnspiel

Gechingen/Aidlingen. Im 25. Jahr seines Bestehens hielt der Verein "Pro Haiti" mit Sitz in Aidlingen erstmalig seine Mitgliederversammlung in Gechingen im Gemeindesaal der evangelischen Kirche ab. Dies sei einerseits ein gutes Zeichen der überkonfessionellen Unterstützung und andererseits spiegle es wieder, dass ein Großteil der Vereinsmitglieder in Gechingen beheimatet ist, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Pro Haiti" ist nicht nur über diese Kreisgrenze hinweg bekannt, sondern hat Mitglieder und Unterstützer in viel größerem Umkreis. Im Jubiläumsjahr konnte der Verein schon circa zehn Prozent neue Mitglieder hinzugewinnen.

Die Versammlung war sehr gut besucht, was auch einem Bildervortrag zu verdanken war. Vorstandsmitglied Karl Amann aus Lehenweiler berichtete von seinem fünfwöchigen Senior-Experten Einsatz in Haiti zusammen mit Franz Alsters aus Paderborn. Einiges sah auf den ersten Blick nach einem wunderschönen Karibikurlaub aus, aber beim genauen Hinschauen konnte man immer wieder auch die Probleme des Landes erkennen. Überall sind noch abgeknickte oder umgestürzte Bäume zu finden, die ihre Stümpfe wie zur Ermahnung zeigen und die Menschen an die tragischen Tage erinnern, an denen der heftige Wirbelsturm Matthew im Oktober 2016 den Westen von Haiti komplett zerlegte.

Wieder Früchte geerntet

In den Plantagen um die Küstenstadt Jérémie haben es die Menschen jetzt teilweise schon wieder geschafft, Früchte zu ernten. Viele Fischerboote sind immer noch zerstört und nur notdürftig geflickt. Die fehlende Abwasserentsorgung in Jérémie führt weiterhin dazu, dass die Abfälle der Stadt mit jedem Regen ins Meer gespült werden und der Strand dort teilweise mit buntem Plastikmüll übersät ist.

Der Einsatz Amanns konzentrierte sich im Ausbildungs- und Produktionszentrum CTSJ in Jérémie darauf, wichtige Maschinen wieder in Betrieb zu nehmen und Haitianer entsprechend einzuweisen. Er fand immer eine kleine Truppe von Schülern um sich, die hochmotiviert auch nach der Schulzeit bis abends mitgeholfen haben und dabei lernen konnten, wie Maschinenprobleme analysiert und behoben werden. Insgesamt wurden so in nur knapp fünf Wochen elf wichtige Maschinen repariert und wieder einsatzfähig gemacht.

Improvisationstalent nötig

Amann musste viel improvisieren, weil geeignetes Ersatzmaterial und Werkzeug erstmal selbst hergestellt werden musste. Im Schrottcontainer musste dazu passendes Rohmaterial gefunden und dann bearbeitet werden. Bei den Aufräumarbeiten nach dem Wirbelsturm Matthew gingen einige Lagerbestände zwischen dem vielen Schrottmaterial verloren. Zwischenzeitlich hat der CTSJ-Direktor Père Raymond angeordnet, dass in einem gebrauchten Übersee-Container auf beiden Seiten ein Regalsystem eingebaut werden soll, so dass die Lagerhaltung vergrößert und übersichtlicher gestaltet werden kann. Die gut ausgestattete Holzwerkstatt ist jetzt startklar für den Ausbildungsbetrieb. Es fehlt nur noch eine geeignete französischsprechende Fachkraft, die bereit ist, für einige Zeit die zukünftigen Ausbilder anzuleiten.

Vorstand gewählt

Bei der Mitgliederversammlung wurde dieses Jahr auch turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt. Aus familiären Gründen kann Michael Ksoll nicht mehr im Gremium mitwirken, da er inzwischen nach Leipzig umgezogen ist. Seit der Vereinsgründung war Ksoll lange Zeit als zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden aktiv.

Ansonsten wurde bei der Versammlung die alte Mannschaft des Vorstandes in gleichbleibender Funktion einstimmig bestätigt. Der alte und neue Vorsitzende Rolf Kossbiel betonte jedoch, dass "wir gerne auch jüngere Mitglieder in den Vorstand aufnehmen möchten und wegen der Männerüberzahl auch gerne Frauen im Vorstand sehen würden".

Der Vorstand hat beschlossen, dass ab diesem Jahr neuen Mitgliedern in einer Ausbildung der Mitgliedsbeitrag erlassen werden kann, bis sie 25 Jahre alt sind.

Weitere Informationen: www.Pro-Haiti.de

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading
 
 

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading