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Gechingen Schüler und Lehrer müssen sich gedulden

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Das Dach der Schulturnhalle in Gechingen ist marode. Bei Regen müssen Eimer aufgestellt werden, um das eindringende Wasser aufzufangen. Archivfoto: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Nach wie vor auf den Nägeln brennt der Schulleitung und den Eltern der Schüler der Gechinger Schlehengäuschule das marode Dach über der Schulturnhalle sowie den Nebenräumen derselben.

Gechingen. Auch wenn derzeit Ferien sind und wegen der trockenen Witterung keine Gefahr besteht, dass es reinregnet, so ist der Schulbetrieb des neuen Schuljahres nicht weit. Im Herbst und Winter wird Hausmeister Ewald Fleps wieder Eimer platzieren müssen, um das eindringende Wasser aufzufangen. In der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause wurde die Entwurfsplanung des Ingenieurbüros Bugenings Eisenbeis Ingenieure aus Calw für die Sanierung von Dach und Fassade der Turnhalle gebilligt. Darüber hinaus wurde das Büro beauftragt, den Planungsprozess so weiter zu führen, dass mit Bewilligung eines noch zu stellenden Förderantrags nahtlos mit der Ausführung begonnen werden kann. Die Kosten der Maßnahme liegen laut der vom Ingenieurbüro vorgelegten Kostenberechnung bei 757 000 Euro.

Die im Technischen Ausschuss (TA) vorberatene Entwurfsplanung stellte Dirk Bugenings den Räten vor. Sie sieht über Halle und Nebenräume je ein Pultdach mit sieben Grad Dachneigung vor. Durch die Südausrichtung ist es möglich und sinnvoll, jeweils eine Photovoltaik-Anlage (PV) zu montieren, wie der Ingenieur ausführte. Dächer und Fassaden sollen als Einheit auch energetisch saniert werden, denn die jetzigen Waschbetonfassaden haben keinerlei dämmenden Effekt.

Plan mit Satteldach als Alternative

Bugenings hatte als Alternative auch einen Plan mit Satteldach auf der Halle dabei, weil manchem Rat die künftige Höhe der Turnhallenwand hin zur Schillerstraße durch das Pultdach doch recht hoch erschien. Das Kostendelta zwischen Pult und Sattel liegt laut Bugenings bei rund 9000 Euro. Er gab zu bedenken, dass beim Satteldach eine beidseitige Dachentwässerung notwendig und eine PV-Anlage aufwendiger oder kleiner wird.

Jan Wentsch fragte nach der Zeitschiene für das Projekt: "Wann ist das Dach fertig?" Das hängt davon ab, wann die noch zu beantragende Förderung bewilligt sein wird, sagte Kämmerer An­dreas Bastl. Der Förderantrag für das Programm "Kommunaler Sportstättenbau", aus dem es bis zu 30 Prozent Förderung gibt, ist bis 31. Dezember zu stellen, wobei mit drei bis sechs Monaten bis zum Bewilligungsbescheid zu rechnen sei. Allerdings ist "aktuell ein Förderprogramm für die Kommunen anlässlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie insbesondere auf die Kommunalfinanzen in der Diskussion", heißt es in der Sitzungsvorlage. Hierzu werde man im September Genaueres wissen und dann entscheiden, welche Förderung den höheren Zuschuss möglich macht, so Bastl.

Bugenings rechnet mit einer Bauzeit für Dach und Fassade von drei bis fünf Monaten und empfiehlt, die Arbeiten 2021 in den Sommerferien zu beginnen. "Was passiert, wenn der Förderbescheid negativ ist?", fragte der Ingenieur, "machen sie es dann trotzdem?" Er gehe davon aus, gab er sich selbst die Antwort. Deshalb könne sein Büro sofort anfangen, die Planung für den Bauantrag fertigzustellen sowie die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten. "Mit Bescheid der Förderung wäre dann die Genehmigung erteilt." Dies ist aus seiner Sicht die einzige Möglichkeit, die Zeit bis zum Baubeginn zu verkürzen und sollte genutzt werden.

Pult- oder Satteldach war zunächst zu entscheiden, gegen zwei Stimmen setzte sich das Pultdach durch. In einem zur Vorlage erweiterten Beschluss wurde dann einstimmig die vorliegende Entwurfsplanung gebilligt und das Ingenieurbüro weiter beauftragt, den Bauantrag fertig zu machen, die Ausführungsplanung zu erstellen und die Ausschreibung der Bauarbeiten so vorzubereiten, dass ab Förderbescheid die Arbeiten vergeben werden können.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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