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Gechingen In der Halle summt und brummt es

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Blasmusik auf hohem Niveau präsentierte der Musikverein Gechingen beim Jahreskonzert. Fotos: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gechinger wissen, dass das Jahreskonzert ihres Musikvereins Unterhaltung auf hohem Niveau bietet. Deshalb nahm es nicht wunder, dass die Gemeindehalle zu diesem Event voll besetzt war.

Gechingen. Schon die Dekoration im Foyer ließ Vorfreude aufkommen und man durfte gespannt sein, wie das aktive Orchester das Thema "Max und Moritz" musikalisch umsetzen würde. Sehr gelungen, war denn die einhellige Meinung im Publikum. Marc ­Weckenmann, seit seiner Jugend im Verein Trompeter, derzeit aus beruflichen Gründen aber nicht aktiv, hatte die Moderation des Abends übernommen. Im gemütlichen Ohrensessel sitzend, gab er einige Streiche der Halunken zum Besten.

Dirigent mit sichtbarer Freude am Werk

Klagend die Töne des Orchesters, als Witwe Bolte ihre aufgeknüpften Hühner entdeckte. Mal die Posaunen, mal Klarinetten und Flöten intonierten Lehrer Lämpels Orgelspiel, bis mit einem schräg-tönenden Rumms des ganzen Orchesters die präparierte Pfeife explodierte. Und dann ganz zarte, einzelne Töne seine wiedererwachenden Lebensgeister beschrieben. Käfer summten und brummten, als Onkel Fritz die im Bett versteckten Maikäfer aufscheuchte, sie ins Jenseits beförderte, und er dann, begleitet von einem sanften Schlaflied, wieder selig träumen konnte. Auch das bekannte Ende der Lausbuben als Gänsefutter setzten die rund 50 Musiker in ausgefeilter Dynamik und feinem Wohlklang um.

Dirigent Stefan Schneider, Diplommusiklehrer und als freischaffender Musiker Mitglied in verschiedenen klassischen Saxofon-Ensembles, "spielte" sein Orchester mit reduzierter Gestik, jedoch sichtbarer Freude, wenn die Akteure seinen Zeichen punktgenau folgten. Schon "Sympatria", das Stück zum Auftakt des Auftritts des Orchesters, machte dies sehr deutlich. "Oregon", ein Ausflug in den Wilden Westen, nahm die Zuhörer mit auf eine abenteuerliche Zugfahrt, zu galoppierenden Cowboys, stampfenden Rinderherden und Goldgräbern am plätschernden Fluss. Die Begeisterung des Publikums über dieses wunderschöne Klanggemälde drückte sich aus in einem ergriffenen "Ahhh!" einer einzelnen Zuhörerin in die Stille hinein, bevor der rauschende Applaus einsetzte. Operetten- und Musical-Melodien waren zu hören ebenso wie die Geschichte der "Santo Christo" mit Seeschlacht-Getümmel und gurgelnden Unterwassertönen, die das Sinken des Schiffs begleiteten.

Traditionell eröffneten die sieben Youngster des Vereins den Abend. Die Jugendgruppe, geleitet von Kathrin Scheda, spielt ihre Instrumente seit Juni. Sie haben sich schon ein beachtliches Repertoire kurzer Stücke wie "Jingle Bells" und "Kommt und lasst uns tanzen" erarbeitet. Die Jugendkapelle, geführt von Stefan Schneider, zeigte, dass sie sich schon sicher in unterschiedlichen Genres bewegen kann: "House Party", "Soul Ballade" und "Stern von Bethlehem" belegten das. Wie ihre Kollegen aus der Jugendgruppe hatten sie auch die Moderation ihres Auftritts sicher im Griff.

Mit einer Zugabe ohne Dirigent machte das aktive Orchester den Abend rund. "Ich war noch nie so aufgeregt wie in den letzten drei Minuten", gestand Stefan Schneider anschließend. Das Orchester hat seinen Chef jedoch nicht im Stich gelassen, allen zusammen war ebenso wie dem Publikum anzumerken, dass sie den Abend in vollen Zügen genossen haben.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 1308-91

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