Der Gechinger Gemeinderat hat weitere Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau vergeben. Foto: Schuldt/dpa

Breitbandversorgung: Arbeiten sollen im Herbst beginnen

Gechingen (jt). Im November 2019 hat der Gemeinderat beschlossen, an der Generalunterunternehmer-Ausschreibung zum Breitbandausbau für schnelles Internet im Gewerbegebiet teilzunehmen. Nach Trassenbegehungen im Juni mit der NetzeBW als Generalunternehmer wird der Bereich Uhlandstraße und Calwer Straße bis zur Rathauskreuzung mit einbezogen, was den Anschluss von weiteren 54 Haushalten möglich macht. Dafür hat der Gemeinderat weitere Tiefbauarbeiten für rund 57 800 Euro vergeben an die NetzeBW.

Im Gewerbegebiet42 Anschlüsse möglich

Mit der Trassenführung in den Gewerbegebieten Gültlinger Straße, Herdweg I und Herdweg II inklusive der Hofstelle am Ortsausgang sind in dem Bereich 42 Hausanschlüsse möglich, wie Bauamtsleiter Heinz Braun erläuterte. Die Weiterführung der Trassen zur Ortsmitte erfordert weitere Tiefbauarbeiten und Material, eine Zähleranschlusssäule mit Notstromversorgung, den sogenannten Point of Presence in der Uhlandstraße und beim Anwesen Böttinger in der Calwer Straße eine Verteilebene zur Versorgung der Gebäude in derselben.

»Gibt es bereits Leerrohre in dem Gebiet?«, fragte Claus Schaible. Laut Braun soll alles in offener Bauweise im Wesentlichen im Gehweg eingebaut werden. Darin sei allerdings schon allerhand Infrastruktur verbaut, weshalb man teilweise vielleicht auch in die Kreisstraße müsse. Ob die Gartenstraße auch gleich mitangeschlossen werde, war eine weitere Frage von Schaible, die Braun verneinte. Die sei im Förderprogramm »Graue Flecken« für die oben genannten Bereiche nicht enthalten. Wolfgang Premm fragte, welche Ortbereiche als nächstes dran kommen und nach den Kosten für einen Hausanschluss. Für 381 Euro brutto werde die Leitung ab Grundstücksgrenze bis zu maximal fünf Meter Richtung Haus verlegt, sagte Braun, die Hausdurchdringung ist inklusive. Sind es mehr als fünf Meter von der Grundstücksgrenze bis zum Haus, werden die Mehrmeter ebenfalls in Rechnung gestellt. »Fortsetzung folgt«, ergänzte Bürgermeister Häußler, sie werde der erhebliche Arbeitsumfang des Bauamtschefs künftig sein.

Fördermittel von mehr als einer Million Euro

Im Januar und Mai 2020 sind die Bescheide für Fördermittel von insgesamt rund 1,026 Millionen Euro eingegangen, führte Braun noch aus. Die Maßnahmen, für die rund ein Jahr Bauzeit veranschlagt sind, sollen in diesem Herbst beginnen und müssen wegen der Zuschüsse Ende 2022 abgerechnet sein. »Das wird eine heiße Bauphase«, prophezeite Braun.