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Gechingen Bekommt Gemeinde eine Hochzeitswiese?

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Als Zeichen des Zusammenwachsens der Eheleute können selbige in Zukunft in Gechingen einen Hochzeitsbaum pflanzen. Foto: dvv1989 – stock.adobe.com

Gechingen - Das Pflanzen eines Baumes gilt als Symbol für Zukunft, Beständigkeit und Wachstum. Diese Tradition soll in Gechingen künftig bei Hochzeiten ein Zeichen für das Zusammenwachsen der Eheleute sein.

Die Idee für eine solche Hochzeitswiese stammt von Gerhard Mörk. Er ist Heckengäu-Naturführer und Schwarzwald-Guide und engagiert sich außerdem beim Schwarzwaldverein und in der neu gegründeten Naturschutzgruppe. Zudem sitzt er im Gemeinderat. Er regte am eine Hochzeitswiese in der Gäugemeinde anzulegen, wie die Gechinger Gemeindeverwaltung mitteilte.

Jedes Paar, das dort heiratet, bekommt das Angebot, einen Baum zu pflanzen, solange eine geeignete Grundstücksfläche zur Verfügung steht. Das Nutzungskonzept einer Hochzeitswiese geht auf den alten Brauch zurück, dass Hochzeitspaare einen Obstbaum pflanzen. Dieser stand dann als Symbol für Kraft, Stärke und Beständigkeit in der Ehe, heißt es von der Verwaltung weiter.

Konzept verfolgt zwei Zwecke

Dieser Brauch sei in jüngster Zeit, vor allem seit der Jahrtausendwende, von vielen Städten und Gemeinden wieder aufgenommen und kommunale Grünflächen, Wiesen öder ähnliches zu offiziellen Hochzeitswiesen erklärt worden. Demnach können dort, in der Regel ein oder zweimal im Jahr, von frisch Vermählten Obstbäume gepflanzt werden.

Das Konzept erfüllt laut Gemeindeverwaltung im Wesentlichen zwei Zwecke: Zum einen soll der alte Brauch wieder neu belebt werden, so dass Ehepaare eine bleibende Erinnerung aus jungen Tagen der Ehe erhalten, zum anderen wird eine gemeindeeigene Grünfläche im Laufe der Zeit in eine ökologisch wertvolle Streuobstwiese umgewandelt, ohne dass dafür hohe Kosten anfallen.

"Gerhard Mörk und ich haben uns Gedanken über verschiedene Gemeindegrundstücke gemacht. Ausgewählt wurde das Flurstück 930 Hochtennen. Das Grundstück liegt oberhalb der Kreisstraße Gechingen Deufringen, zwischen Ortsende und der Mühlenkurve", so Bürgermeister Jens Häußler. Im oberen Teil befänden sich bereits Obstbäume. Im Teil, der direkt an den Radweg angrenzt, könnten noch zwei Reihen Obstbäume gepflanzt werden.

Das Grundstück wurde bisher von einem landwirtschaftlichen Betrieb gemäht. Zukünftig würde die Bewirtschaftung, wie schon in dem Teil, wo es bereits Obstbäume gibt, von Heiko Eßlinger bewirtschaftet, möglichst über Schafbeweidung. Die Brautpaare müssten die Wiese also nicht selbst mähen. Die Kosten für den Obstbaumhochstamm samt Pfosten übernehme die Gemeinde. Der erste und zweite Schnitt (Erziehungsschnitt) nach der Pflanzung werde durch einen Fachmann auf Kosten der Gemeinde durchgeführt.

Baumsorte darf selbst bestimmt werden

"Die Ehepaare verpflichten sich, den Baum die nächsten zehn oder auch 20 Jahre zu pflegen und das Obst zu ernten. Nach diesem Zeitraum wird entschieden, ob der Baum auch weiterhin durch das Ehepaar gepflegt wird. "Wenn gewünscht, darf das Brautpaar die Baumsorte, zum Beispiel Gewürzluike oder Brettacher, selbst aussuchen. Alternativ kann dies auch der Gemeinde überlassen werden", teilte Häußler weiter mit.

Das Pflanzloch werde vom Bauhof ausgegraben, es sei denn, das Brautpaar wolle dies selbst erledigen. Alternativ stelle die Gemeinde den Baum zur Pflanzung auf einem eigenen Grundstück in Gechingen zur Verfügung: "In diesem Fall müssen sich die Brautpaare um alles weitere selbst kümmern".

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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