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Gechingen 25-Jährige startet während Pandemie mit Reitschule

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Sandy Schmid hat sich einen großen Traum erfüllt und ihre eigene Reitschule eröffnet. Foto: privat

Gechingen - Pferde sind die besten Lehrer. So lautet die Devise der Gechingerin Sandy Schmid, die nun ihre Reitschule beim elterlichen Betrieb gegründet hat. Unter Corona-Bedingungen eine besondere Herausforderung.

Für die 25-jährige Sandy Schmid war nach ihrer Ausbildung und diversen Praktika bei Pferdesportlern schnell klar, dass sich ihre Zukunft rund ums Thema Pferd bewegen wird. Von klein auf ist sie auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern in Gechingen mit den Tieren aufgewachsen. Mit fünf Jahren bekam sie ihr erstes Pony.

Als sie dann zu groß für den Shettywallach wurde, begann sie auf ihm, die ersten Reitstunden zu geben. Das sprach sich schnell herum, sodass immer mehr Anfragen kamen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene – alle wollten bei Schmid Reitunterricht haben. Die Gechingerin erkannte ihre Chance, Beruf und Hobby zu verbinden, absolvierte die Prüfung zum C-Reit-Trainer und gründete nun ihre Reitschule bei der Pferdevilla in Gechingen.

Wie in ihren Anfangstagen unterrichtet Schmid alle Altersklassen. Auf jeden Reiter wird individuell eingegangen, so das Konzept: "Die Reitstunden erfolgen nur in Einzelstunden. Die Schüler haben so jede Reitstunde die Chance, selbst zu entscheiden, was geübt wird. So ist eine Dressurstunde in der Halle genauso möglich wie ein lehrreicher Ausritt ins Gelände, oder mit dem Pferd vom Boden aus zu arbeiten."

Harmonie an erster Stelle

Harmonie zwischen Mensch und Tier soll dabei an erster Stelle stehen. Schmid betont: "Die Reitschüler lernen mehr als nur Reiten. Mir ist es genauso wichtig, den Reitern das Pferd als Partner näherzubringen". Daher lernen Reitschüler auch das Pferd korrekt zu pflegen, zu putzen und zu satteln."

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Um maximale Trainingserfolge mit den Hygienebedingungen in Corona-Zeiten zu erzielen, erfolgt der Unterricht auf Wunsch per Funk. Reitschüler und Lehrer können per Kopfhörer und kleinem Gerät an der Reithose miteinander kommunizieren. Der Reiter kann sich somit voll auf sein Pferd konzentrieren und hält trotzdem den geforderten Abstand zum Reitlehrer.

Während des Lockdowns war auch die Reitschule geschlossen. Schlechtes Timing, wurde doch zwei Wochen vor Schließung der Sportstätten der Vertrag für ein neues Schulpferd unterschrieben. Der Unterhalt für ein Pferd bleibt allerdings gleich teuer, egal ob Schüler kommen oder nicht. Die Fixkosten wie Futter, Tierarzt, Versicherungen oder Hufschmied müssen weiterbezahlt werden. "Da macht man sich schon Gedanken, wie man das mit den Pferden meistern soll", gesteht Schmid. Sie verkaufte Gutscheine und fand einen Sponsor.

Artgerecht in der Herde

Neben dem finanziellen Aspekt gibt es auch das Tierwohl. Das bedeutet: Die Pferde müssen täglich ausreichend bewegt werden. Da es sich bei der Pferdevilla um ein besonderes Konzept handelt, war das kein Problem. Während in vielen anderen Reitschulen die Pferde in Boxen gehalten werden, leben die Tiere in Gechingen artgerecht in der Herde im Aktivstall. "Unsere Pferde sind ausgeglichen, zufrieden und gesund", versichert Schmid und macht deutlich: Die Ausgeglichenheit der Tiere sorgt für eine Minimierung des Verletzungsrisikos für Pferd und Reiter.

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