Mit einem beeindruckenden Konzertabend feierte der Eisenbahner-Musikverein Weil am Rhein sein 65-jähriges Bestehen im gut besuchten katholischen Gemeindehaus.
Vorsitzender Daniel Nösel begrüßte die zahlreichen Gäste und zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch zu diesem besonderen Konzert. Unter der Leitung von Dirigent Michael Glünkin präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches Programm rund um Sterne, Weltraum und ferne Galaxien.
Glünkin führt redegewand durchs Programm
Dirigent Glünkin leitete nicht nur das Orchester souverän durch das abwechslungsreiche Konzertprogramm, sondern führte das Publikum auch charmant und informativ durch den Abend. Mit viel Hintergrundwissen erläuterte er die Handlung einzelner Musikstücke und informierte über die Komponisten und Arrangeure. Dadurch erhielten die Konzertbesucher spannende Einblicke in die Entstehung und Bedeutung der Werke, was den musikalischen Darbietungen eine besondere Note verlieh.
Den feierlichen Auftakt bildete der berühmte „Sonnenaufgang“ aus „Also sprach Zarathustra“, dessen gewaltige Klangfülle sofort für eine eindrucksvolle Atmosphäre sorgte. Ein monumentales Klanggemälde folgte über die erste Mondlandung mit Apollo 11. Eindrucksvoll beschrieben die Musiker den Start der gewaltigen Saturn-Rakete, die 380.000 Kilometer lange Reise durch den Weltraum, die Stille und Einsamkeit im All sowie schließlich das Aufsetzen der Mondlandefähre „Eagle“ auf dem Mond.
Mit Jupiter Hymn erklang einer der erhabensten Momente der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts. Der majestätische Mittelteil aus dem Satz „Jupiter“ entfaltete eine orchestrale Pracht, die das Publikum tief beeindruckte und für einen besonders emotionalen Höhepunkt des Abends sorgte.
Bedrohlicher Marsch
Die Eisenbahn Musiker entführten das Publikum mit Star Wars Saga in eine weit entfernte Galaxie. Der majestätische „Main Title“, die schwungvolle Musik der Cantina-Band aus Mos Eisley, der bedrohlich grollende „Imperial March“ sowie das gefühlvolle Liebesthema „Across the Stars“ sorgten für Begeisterung im Saal.
Bei „Major Tom“ wird mitgesungen
Nach der Pause präsentierte der Musikverein mit „Star Trek Into Darkness“ eine emotionale und kraftvolle Klangwelt voller Aufbruchstimmung. Melodien aus „Enterprising Young Men“, das bekannte „Theme from Star Trek“ sowie die eindrucksvollen Klänge von „To Boldly Go“ begeisterten die Zuhörer. Gekonnt intonierte das Orchester einen großen Hit der 1980er-Jahre „Major Tom“, der vom Publikum teilweise begeistert mitgesungen wurde. Erzählt wird die Geschichte eines Astronauten, der die Verbindung zur Bodenstation kappt und sich der Unendlichkeit des Alls hingibt – statt Einsamkeit spürt er pure Freiheit. Das Lied gilt bis heute als Kultsong, wird bei Public Viewings und in Stadien gespielt und entwickelte sich zeitweise sogar zur inoffiziellen Hymne der Nationalmannschaft.
Das Gute liegt oft so nahe
Ein besonderes Schmankerl „Greif nicht nach den Sternen“ präsentierten die Musiker mit der Polka, die Bodenständigkeit und Spielfreude miteinander verband. „Man muss keine Lichtjahre reisen“, bemerkte Dirigent Michael Glünkin augenzwinkernd, denn das wahre Glück liege oft ganz nah – bei guter Musik, bester Stimmung und zünftigem Rhythmus.
Zugabe führt nach „Lummerland“
Das Publikum dankte den Musikern mit langanhaltendem und begeistertem Applaus und forderte mehrere Zugaben. Mit „Party Planet“ sorgte das Orchester zunächst nochmals für ausgelassene Stimmung im Saal. Danach folgte mit „Lummerland“ eine weitere schwungvolle Zugabe, bevor zum Abschluss traditionell das „Badnerlied“ erklang, das vom Publikum begeistert mitgesungen wurde.