Ein entspannendes Wannenbad könnte sich künftig wegen kräftig gestiegener Gebühren vor allem beim Abwasser womöglich so mancher Triberger verkneifen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

40 Cent mehr soll der Kubikmeter künftig kosten. Auch für Niederschlagswasser werden 15 Cent mehr fällig. Leicht tat sich der Gemeinderat damit nicht. Beim Beschluss gab es dann aber nur eine Gegenstimme.

Während sich die Gebührenerhöhung beim Eigenbetrieb Wasserversorgung in Grenzen hielt, geht es beim Abwasser ans Eingemachte. Da standen in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich höhere Sätze im Raum.

 

Aufgrund der in den vergangenen Monaten durchgeführten Baumaßnahmen – wie dem Neubau des Hochbehälters Heidenstein, die laufenden Arbeiten zum Anschluss an die Furtwanger Quellen, Unterhaltungsaufwendungen und weitere Investitionen wie die Ultrafiltration – musste der Preis beim Trinkwasser angepasst werden, so die Aussage der Verwaltung. Der Gemeinderat beschloss diese eher geringe Erhöhung einstimmig, die Wasserversorgungssatzung wird mit Wirkung 1. Januar 2025 entsprechend geändert.

Beim Abwasser sieht die Lage eher noch schlechter aus: Bisher zahlen die Einwohner der Wasserfallstadt für die Abwasserbeseitigung 3,49 Euro je Kubikmeter. Diese müsse auf 3,89 Euro angehoben werden – wobei die Abwassermengen adäquat zum Wasserverbrauch gerechnet werden. Das bedeutet für den Vier-Personen-Haushalt eine Mehrbelastung von rund 64 Euro pro Jahr oder rund 5,30 Euro je Monat.

Großteil läuft über den Verband

Ein Großteil der Investitionen würde zwar über den Gemeindeverwaltungsverband auf alle drei beteiligten Kommunen verteilt, allerdings sei das Abwassernetz Tribergs davon nicht betroffen – und in dieses müsse ebenfalls immer wieder investiert werden.

Zudem gebe es ein paralleles System für Niederschlagswasser. Da auch hier immer wieder nachgebessert werden müsse, müssten auch die Gebühren für Niederschlagswasser um 15 Cent von 0,43 auf 0,58 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche erhöht werden. Alle Erhöhungen sind diesen hohen Investitionen und teuren Sanierungen geschuldet.

Für Ute Meier „sehr heftig“

Ute Meier (SPD) empfand vor allem die Erhöhung der Abwassergebühren als „sehr heftig“ – dem könne sie nicht zustimmen. Sie stellte aber am Ende die einzige Gegenstimme dar, auch dieser Erhöhung wurde zugestimmt. Ein kleiner Trost für alle Gebührenzahler: Sollte sich im nächsten Jahr herausstellen, dass man zu viel bezahlt habe, werden zu viel bezahlte Abwasserbeiträge über geringere Gebühren in den Folgejahren zurückerstattet.