Der Gemeinderat hat am Dienstag eine Erhöhung um 8,5 Prozent beschlossen. Grund dafür sind die gestiegenen Personalkosten.
„Kommen wir zu einem nicht so erfreulichen Thema, das auch sein muss“: Mit diesen Worten kam Bürgermeister Pascal Weber bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag auf die Erhöhung der Elternbeiträge für die örtlichen Kindergärten für dieses und kommendes Jahr zu sprechen. Konkret ging es um die Erhöhung der Kita-Gebühren um 8,5 Prozent.
Die Gemeinde hält sich dabei an die gemeinsamen Empfehlungen der Kirchen und kommunalen Spitzenverbände für Kindergärten und Kitas, die die Erhöhung im Mai empfohlen hatten.
Laut Weber wolle man an der Empfehlung – wie auch bereits in vergangenen Jahren – festhalten: Man habe im Gemeinderat besprochen, „dass wir in Ringsheim genau 100 Prozent der Empfehlung umsetzen, die die Kirchen gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden ausbaldowern. Eins zu eins, genau auf den Cent gleich“. Man halte es laut dem Bürgermeister auch deshalb weiterhin so, weil man sonst „jährlich neue Diskussionen“ hätte.
Größere Steigerung alsin den Vorjahren
Weber erklärte auch warum die Steigerung der Beiträge deutlich höher sei als bei vergangenen Erhöhungen, die bei drei oder vier Prozent gelegen hätten. „Es hängt mit dem Gehalt der Erzieherinnen zusammen.“ In großen Teilen seien es die Tarifsteigerungen in diesem Bereich, die dort voll ausschlagen würden.
„Es ist ja gesamtgesellschaftlich gewünscht, dass diese Berufsgruppe mehr Anerkennung verdient – auch gehaltlich.“ Entsprechend würden die Kosten steigen und auch Eltern müssten einen Teil tragen. Weber fügte hinzu, dass die Elternbeiträge nicht einmal 20 Prozent der Kostendeckung für den Betrieb der Kitas ausmachen, „den größten Teil übernehmen die Kommunen“.
Laut Weber sei die Erhöhung – mit einer Beitragssteigerung von beispielsweise 102 auf 110 Euro für die Regelbetreuung – für Eltern überschaubar. Doch er zeigte Verständnis dafür, dass „für Eltern ganz viele Dinge zusammenkommen, die teurer werden“. Er wies auch darauf hin, dass es für Familien, die am finanziellen Minimum seien, die Möglichkeit einer Förderung durch das Sozialprogramm gebe. Der Rat beschloss die Erhöhung einstimmig.