In den geplanten Gebühren für die Nutzung Rottweiler Sportanlagen sieht unser Leser Karl-Wolfgang Staiger aus Deißlingen mangelnde Wertschätzung für das Ehrenamt.
Sollte das Vorhaben der Stadt Rottweil, Gebühren für die Nutzung kommunaler Sportanlagen zu erheben, tatsächlich umgesetzt werden, ist das an Absurdität kaum zu überbieten.
Die Turn- und Sportvereine leisten – über den reinen Wettkampfsport hinaus – einen unschätzbaren Dienst hinsichtlich des Gemeinwohls und des Gesundheitswesens. Ob Seniorensportangebote, Herzsportgruppen, Eltern- und Kindturnen, Schwimmsport, Ballsportarten et cetera.
Der gesamte Bevölkerungsquerschnitt partizipiert von diesen vielfältigen Angeboten. Kindern und Jugendlichen wird neben den so wichtigen Bewegungsangeboten auch Sozialkompetenz vermittelt. Und für dieses wertvolle, ehrenamtliche Engagement sollen die Vereine auch noch Nutzungsgebühren für Sportstätten bezahlen?
Wertschätzung fehlt
Ich persönlich stehe als Trainer und Übungsleiter dreimal in der Woche (mit einer überschaubaren Übungsleiter-Pauschale) in der Halle und empfinde die Überlegungen der Stadt Rottweil im Zusammenhang mit einer Nutzungsgebühr für die Vereine als Nicht-Wertschätzung meines Engagements. Und ich gehe davon aus, dass es vielen Übungsleitern und Übungsleiterinnen genauso ergehen wird.
Karl-Wolfgang Staiger, DeißlingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.