Das Abwasser von Neubulach wird in der Kläranlage in Hirsau gereinigt. Foto: Wolfgang Krokauer

Zum 1. Januar wird manches teurer. Das gilt auch für einige Gebühren in der Stadt Neubulach.

Der Gemeinderat von Neubulach legte in seiner Sitzung am Mittwochabend die Gebühren Wasser, Schmutz- und Niederschlagswasser neu fest. Es wird teurer.

 

So bezahlen die Haushalte beim Wasser ab 1. Januar 3,29 Euro pro Kubikmeter. Bisher sind es 3,15 Euro je Kubikmeter.

Für eine Familie mit vier Personen und einem Wasserverbrauch von 180 Kubikmetern bedeutet das Mehrkosten in Höhe von 25,20 Euro im Jahr, rechnete Kämmerin Katrin Hartmann in der Sitzung des Gemeinderates vor.

„Ganz sensibles Thema“

Stadtrat Helmut Carstens sprach in der Sitzung von einer moderaten Erhöhung, die gut nachvollziehbar sei. Wassergebühren seien ein „ganz sensibles Thema“.

Moderate Steigerung

Auch Stadtrat Norman Schroth bezeichnete die Steigerung als moderat. Er sagte, dass im nächsten Jahr beim Wasserwerksverband deutlich höhere Investitionen anstünden.

„Eine sichere Wasserversorgung ist wichtig“, sagte Lars Dannenmann im Gemeinderat. Er ist Erster Bürgermeister-Stellvertreter von Neubulach und leitete für die erkrankte Rathauschefin Petra Schupp die Sitzung.

Auch die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser steigen zum 1. Januar. So sind beim Schmutzwasser dann 4,52 Euro je Kubikmeter zu bezahlen.

Bislang sind es 4,29 Euro je Kubikmeter.

Eine Familie mit vier Personen und einem Wasserverbrauch von 180 Kubikmeter muss dann 41,40 Euro im Jahr mehr bezahlen.

Beim Niederschlagswasser steigt die Gebühr von bislang 81 auf 86 Cent je Kubikmeter. Besagte vierköpfige Familie bezahlt dann 7,50 Euro zusätzlich.

Für Wasser, Schmutz- und Niederschlagswasser bedeutet dies für die vierköpfige Familie eine Gesamterhöhung um 74,10 Euro bei einer versiegelten Fläche von 150 Quadratmetern. Dannenmann geht von weiter steigenden Kosten aus.

Investitionen nötig

Als Grund nannte er unter anderem anstehende Investitionen in die Kläranlage in Hirsau. Die Abwasser der Stadt Neubulach werden seit einiger Zeit in der dortigen Kläranlage gereinigt.

Kriterien verschärft

So müssen die Kläranlagen bei der Reinigung des Abwassers bald verschärfte Kriterien erfüllen. Dazu verpflichtet eine Richtlinie der EU, wie auf der Homepage des Umweltbundesamtes zu lesen ist.

Die Kläranlage in Hirsau muss bei der Reinigung künftig strengere Kriterien erfüllen. Dazu verpflichtet eine Richtlinie der EU. Foto: Wolfgang Krokauer

Außerdem muss die Stadt Neubulach ins bestehende Kanalnetz investieren. Neubulachs Bauamtsleiter Gerhard Schlecht teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit, dass Neubulach ein 60 Kilometer langes Netz an Abwasserleitungen hat.

Das Kanalnetz von Neubulach ist wegen der Topografie der Stadt relativ groß. „Viele Leitungen führen durch den Wald“, gibt der Bauamtsleiter zu bedenken.