Blitzer im verkehrsberuhigten Bereich in Mietersheim haben in den vergangenen Wochen für Unmut gesorgt. Foto: Weber

Mietersheimer kritisieren, dass in der Spielstraße geblitzte Radler zur Kasse gebeten wurden.

Die Mietersheimer Ortsverwaltung hatte sich im September darüber beklagt, dass sich vor allem Kinder auf ihren Fahrrädern im verkehrsberuhigten Bereich absichtlich haben blitzen lassen und auf den Fotos dabei teils obszöne Gesten zu sehen waren (wir berichteten). Die ungewöhnlichen Verkehrssünder wurden zur Rechenschaft gezogen und mit Knöllchen bedacht – doch nicht alle Geblitzten waren absichtlich zu schnell unterwegs, wie Manfred Schmidt im Ortschaftsrat kritisierte.

 

Nicht alle Geblitzten waren absichtlich zu schnell

Ein Familienmitglied, schilderte der SPD-Rat, sei „ganz normal“ zum Einkaufen unterwegs gewesen und von der Radarfalle erwischt worden. Daraufhin sei ein Bußgeldbescheid in Höhe von 15 Euro zugestellt worden, was Schmidt sauer aufstieß.

„Man kann mit dem Fahrrad in der Spielstraße keine Schrittgeschwindigkeit fahren“, bemängelte er – und erhielt dafür Zuspruch von einer Zuhörerin, der es genauso ergangen war.

Schmidt störte sich auch an der „Ungerechtigkeit“, dass nur jene geblitzten Radfahrer, die identifiziert werden konnten, zur Rechenschaft gezogen wurden. „Die, die sich im Ort engagieren und die man kennt, müssen 15 Euro zahlen. Die, die nichts machen, kennt man nicht und die müssen auch nicht zahlen.“ Wie berichtet, haben sich im vorliegenden Fall die Ortsvorsteherin und Mitarbeiter der Verwaltung zusammengesetzt, um die Geblitzten zu identifizieren.

Ortsvorsteherin stellt Verkehrsregeln klar

Ortsvorsteherin Diana Frei zeigte Verständnis: „Ja, das führt zu Unmut, das fühlt sich nicht immer gerecht an.“ Jedoch stellte sie klar, dass keine Ausnahmen gemacht werden könnten: „Die Rechtsgrundlage ist eindeutig. In einer Spielstraße fährt man eben sieben Kilometer pro Stunde. „Wenn man das nicht kann, muss man absteigen und schieben.“