Die Gründe für die anfallenden Mehrausgaben bei der Gebäudeunterhaltung in Balingen sind vielfältig. Einer darunter ist Vandalismus. Wir haben bei der Stadt nachgefragt.
Der Technische Ausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema Gebäudeunterhaltung – vielmehr mit überplanmäßigen Aufwendungen in Höhe von knapp einer Million Euro, die auf die Stadt zukommen werden.
Die überplanmäßigen Aufwendungen in Höhe von 949 484 Euro – Stand 3. März – könnten im Rahmen des Ergebnishaushalts 2024 zwar gedeckt werden. Allerdings lohnt sich ein Blick auf die Gründe, warum es zu diesen Mehrausgaben kommt.
In den Unterlagen des Ausschusses ist unter anderem die Rede von aufgeschobenen Instandhaltungen, gestiegenen Material- und Lohnkosten im Baubereich und unvorhersehbaren Schadensfällen.
Schulen und Schulzentren sind immer wieder betroffen
Unter dem letzten Punkt ist auch von Vandalismus die Rede. Hierzu haben wir bei der Stadt noch mal nachgehakt und wollten wissen, welche städtischen Einrichtungen besonders von mutwilliger Zerstörung betroffen sind.
„Schulen und Schulzentren (Längenfeld, Frommern, Weilstetten) sind immer wieder von Vandalismus und Vermüllung betroffen. Das vor allem in den wärmeren Monaten abends und an Wochenendende“, antwortete Stadtsprecher Dennis Schmidt.
Auch die öffentlichen Toiletten in der Kernstadt – Bahnhof, Parkhaus, Aktivpark – würden immer wieder durch Vandalismus und unsachgemäße Nutzung beschädigt oder verschmutzt. In Wintermonaten seien auch die Parkhäuser immer wieder von Vandalismus und Vermüllung betroffen“, heißt es.
Art des Vandalismus ist vielfältig
„Es reicht vom Liegenlassen von Müll über Graffiti, Beschmierungen oder der Verstopfung von Toiletten bis hin zu mutwilligen Zerstörungen“, heißt es bei der Stadt. Diese betont aber, „dass wir natürlich im Bereich Vermüllung und Vandalismus regelmäßig Fälle feststellen müssen, dies aber für eine Stadt der Größe Balingens jedoch keine Besonderheit ist. Es gilt vielmehr im Gegenteil: Balingen ist – gerade im Vergleich zu Städten vergleichbarer Größe – eine sichere und saubere Stadt“.
Wie hoch die Kosten hierfür exakt sind lasse sich nicht exakt benennen. Schmidt: „Es entstehen hier einerseits Kosten durch Sonderreinigungen, Reparaturen und Instandsetzungen, andererseits durch Abwehrmaßen wie einen Sicherheitsdienst oder häufigere Kontrollgänge der Hausmeister.“
Stadt sieht nicht tatenlos zu
Und die Stadt sieht hierbei nicht tatenlos zu. Es werden demnach verschiedenen Maßnahmen ergriffen: Beleuchtung, schnelle Beseitigung von Vermüllung und Schäden, Beauftragung von Sicherheitsdiensten in Wintermonaten für das Parkhaus Eyachstraße, City-Streife, Kontrollgängen von Hausmeistern. „Auch weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel Videoüberwachung ausgewählter Bereiche, prüfen wir regelmäßig.“
In betroffenen Bereichen der Schule Weilstten habe Oberbürgermeister Dirk Abel jüngst höchstpersönlich eine Überprüfung für das Anbringen von Überwachungskameras in Aufrtag gegeben, wie er in der Sitzung mitteilte.