Kapelle, Rathaus, Bahnhof: In Straßberg sind verschiedene Maßnahmen an mehreren Gebäuden nötig. Die Gemeinde lässt sich das knapp 80.000 Euro kosten.
Es war eine umfangreiche Sitzung, mit der der Gemeinderat ins neue Jahr gestartet ist: Nach der Besichtigung im Kindergarten und der Verabschiedung des Haushaltsplans ging es zunächst um zwei Gebäude im Ortsteil Kaiseringen.
Alle Maßnahmen, welche zu beraten waren, stellte Architekt Daniel Hotz ausführlich vor und machte entsprechende Vorschläge dazu. An der alten Schule in Kaiseringen löst sich immer mehr der Belag im Eingangsbereich auf einem rund 50 Jahre alten Natursteinbelag ab. Dort soll nun als wirtschaftlichste Lösung der Belag entfernt, wieder eingebaut, verklebt und neu verfugt werden. Die geschätzten Kosten liegen bei 9520 Euro.
Die Feuerwehr Kaiseringen ist in der Alten Schule untergebracht. Das dortige alte Stahltor mit massiven Korrosionsschäden lasse sich nur noch schwer öffnen, informierte Bürgermeister Markus Zeiser. Architekt Hotz empfahl, das Tor auszubauen und in einer neuen Wand eine Tür oder ein Tor mit Schlupftür einzusetzen, je nachdem, was wirtschaftlicher ist. Gerechnet werden muss mit etwa 6500 Euro.
Schäden an der Marienkapelle
Deutlich größer sind die Schäden in der Marienkapelle. Festgestellt wurde ein Schädlingsbefall, ein Gutachten sei bereits gemacht worden. Unterbau und Sockel des Altars müssen wegen eines Pilzbefalls durch neue Holzteile ersetzt werden. Auch an den Bänken gibt es tierischen Befall, welcher durch eine Begasung vollständig dezimiert werden könne. In diesem Zusammenhang empfahl der Architekt, auch das Dach zu prüfen. Für die Ausführung der gesamten Maßnahme, die mit dem Denkmalamt abgestimmt werden muss, wird mit 22.960 Euro gerechnet.
An der Rathaus-Nordseite kommt es zu Abplatzungen und Rissbildung um die Fenster. Für die Sanierung empfahl der Architekt, den Oberputz mineralisch zu ergänzen und einen Anstrich in Teilbereichen vorzunehmen. Die bestehenden Risse sollten geschlossen werden. Kosten: rund 12.320 Euro.
Auch hierzu geht man davon aus, dass eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung notwendig wird, was vermutlich auch auf Maßnahmen am Bahnhof zutreffen wird. Diese fallen jedoch relativ hoch aus, gerechnet wird mit 26.320 Euro. Die Fassade ist umlaufend am Erdgeschoss mit Graffiti bemalt. Daniel Hotz hatte auch Putzablösungen an Pfeilern, Leibungen und im Eingangsbereich festgestellt. Dort sollten die losen Stellen abgebürstet und ein neuer Sanierputz aufgebracht werden. Empfohlen wurde ferner, die Fassaden im Erdgeschossbereich zu reinigen und mit einer mineralischen Farbe zu behandeln. Der Gemeinderat gab zu den verschiedenen Maßnahmen sein einstimmiges Votum und wies auf die Wichtigkeit des Erhalts der Gebäude hin.
Bauhof unter die Lupe nehmen
Bereits im vergangenen September hatte der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, für den Bauhof 2026 eine Organisationsuntersuchung in Auftrag zu geben. Nun landete das Thema in der jüngsten Sitzung erneut auf der Tagesordnung. „Neben Vorschlägen zur Optimierung der Arbeitsabläufe und der Aufdeckung von Schwachstellen, soll hierbei auch der tatsächliche Personalbedarf unseres Bauhofs ermittelt werden“, informierte der Rathauschef. Dafür sei der Verwaltung die Kommunalberatung Schneider & Zajontz empfohlen worden, mit welcher es schon eine Zusammenarbeit gegeben habe. Der Gemeinderat votierte geschlossen für deren Beauftragung.
In einem weiteren Punkt ging es um externe Reinigungsarbeiten. Mit einem Aufwand von rund 15 Stunden wöchentlich reinigt die Firma Steinhardt, Gebäudereinigung aus Albstadt, seit 2017 im Kindergarten. Die Preise sind immer wieder erhöht worden. Aktuell ging es erneut darum, denn aufgrund von Lohn- und diversen Preiserhöhungen sollte der seit 1. Februar 2024 geltende Stundensatz von 21,50 Euro zum 1. Februar auf 23,00 Euro angepasst werden. Mehrheitlich bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der Erhöhung und Verlängerung des Vertrags zu.