Die evangelische Kirche in Dauchingen steht auf der roten Liste. Foto: Gertrud Hauser

Der Bestand der evangelischen Kirche in Dauchingen ist gefährdet. Das wollen die Gemeindeglieder nicht hinnehmen. Deshalb wollen sie einen Förderverein gründen.

​ Christian Kohler und Mathias Schleicher informierten nach dem Sonntagsgottesdienst die Gemeindemitglieder über den Stand zur Gründung eines Fördervereines zum Erhalt der evangelischen Kirche in Dauchingen.

 

Eigentlich war für den vergangenen Sonntag die Gründung des „Fördervereines zum Erhalt der evangelischen Kirche in Dauchingen“ in der Dauchinger Jakobus-Gemeinde vorgesehen.

Dadurch dass der Vorstand noch nicht komplett aufgestellt war, hat sich dieser Termin auf den 17. Mai verschoben. Nichtsdestotrotz nutzen die jetzigen Fördermitglieder den Termin, um über den Stand der Zukunft ihrer Kirche und vor allem den Weg des Fördervereins zum Erhalt der Dauchinger Kirche zu informieren.

Gemeinnützigkeit wichtig

Wie von den Sprechern Christian Kohler und Mathias Schleicher zu erfahren war, waren es insgesamt elf Sitzungen, die in engem Austausch mit der Gesamt-Kirchengemeinde und der Dienstrunde der Pfarrer stattfanden.

Das Hauptaugenmerk lag darin, eine Satzung für den Förderverein zu erstellen, diese wurde rechtlich und vom Finanzamt auf die Gemeinnützigkeit geprüft.

Die Gründung des Fördervereins dient dem Erhalt der Dauchinger Jakobuskirche, die auf der „roten Liste steht“. Die Macher des Fördervereins können mit dem völligen Rückhalt des Kirchengemeinderats und der Dienstrunde rechnen. Diese habe beschlossen, dass das Dauchinger Kirchengebäude bis zum Jahr 2030 erhalten bleibt und so darin weiterhin Gottesdienste und weitere kirchliche Veranstaltungen stattfinden werden.

Diese Kosten entstehen

Diese Zusage hat Pfarrer Udo Stober den anwesenden Gemeindemitgliedern bestätigt. Stober erläuterte, welche Kosten für den Förderverein entstehen, um das Kirchengebäude zu unterhalten. Diese stellen sich wie folgt zusammen: Die laufenden Kosten für den Gebäudeunterhalt betragen rund 5500 Euro pro Jahr. Für die Bestandserhaltungsrücklagen sind ab 2028 rund 5000 Euro vorgesehen. Für die Reinigung des Kirchengebäudes und die Pflege der Außenanlagen stehen weitere 10 000 Euro pro Jahr im Raum.

Aufmerksam verfolgen die Gemeindemitglieder die Erläuterungen von Christian Kohler und Mathias Schleicher über den Stand des Fördervereines zum Erhalt der evangelischen Kirche in Dauchingen. Foto: Gertrud Hauser

Bei diesem Posten gibt es ein gewisses Einsparungspotenzial durch eventuelle Eigenarbeit der Gemeindemitglieder. Pfarrer Udo Stober wies aber auch klar darauf hin, dass es nach 2030 keine Garantie gebe, dass die Kirche erhalten werden kann. Gerade deshalb sei es wichtig, dass durch den Förderverein das Leben in der Dauchinger Kirche weitergeht.

Das Gebäude bleibt weiterhin grundbuchrechtlich im Besitz der evangelischen Kirchengemeinde Villingen.

Auch hat Pfarrer Stober zugesagt, dass ab 2030 weiter Gottesdienste in der Dauchinger Kirche abgehalten werden können, sicher aber im anderen Format. Dies resultiere auch aus dem Pfarrermangel im Bezirk Villingen und in der evangelischen Kirche Baden.

Das Resümee bei den anwesenden Gemeindemitgliedern ist, dass die Dauchinger evangelische Kirche weiterhin ein Ort bleiben soll, wo man sich trifft, um miteinander Gottesdienst zu feiern, zu beten und singen, aber auch um ins Gespräch zu kommen.