Enrico Huss (links) erzielte im Hinspiel gegen den FSV Waiblingen das 2:0 für den FC Holzhausen und stand zuletzt immer in der Startelf. Foto: Wagner

Bereits am Freitagabend (19 Uhr) gastiert der FC Holzhausen beim FSV Waiblingen. Coach Daniel Seemann und sein Team werden den Vorletzten keinesfalls unterschätzen.

2:1 gegen Hofherrnweiler, 3:1 gegen Friedrichshafen – der FC Holzhausen ist erfolgreich in die restliche Rückrunde der Verbandsliga gestartet. Nach einer personell sehr komplizierten Vorbereitung für Trainer Daniel Seemann nicht selbstverständlich.

 

Nach der Partie gegen Friedrichshafen, die auf dem Kunstrasen in Renfrizhausen gespielt wurde, zollte er seiner Mannschaft daher ausführlich Tribut: „Was die Jungs gerade Woche für Woche abrufen, ist echt stark. Wir waren in der Vorbereitung 13 bis 16 Spieler, viele mussten immer 90 Minuten spielen, wir konnten wenig rotieren. Die Jungs sind keine Roboter, halten es aber auch aus, mal tiefer zu stehen, und verteidigen das Tor richtig gut.“

Nur 16 Gegentore

In der Tat ist es auffällig, wie geschlossen das Team mittlerweile auch gegen den Ball arbeitet. In der vergangenen Spielzeit wirkte es eher wie eine lästige Pflicht, aktuell scheint die Mannschaft von vorne bis hinten fast schon richtig Spaß an dieser Disziplin zu haben. Die nur 16 kassierten Gegentore in 20 Spielen sprechen eine ähnliche Sprache.

Doch, wie der Fußball eben so ist, jedes Spiel stellt wieder eine neue Herausforderung dar. So gibt es auch im Auswärtsspiel am Freitagabend beim FSV Waiblingen nichts geschenkt. Seemann hat den Gegner beim 0:0 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen in der Vorwoche live beobachtet und meint: „Wenn man die Tabelle nicht kennen würde, hätte man sicher gesagt, dass sie irgendwo im Mittelfeld stehen. Sie haben im 4-4-2-System sehr diszipliniert verteidigt und waren eine totale Einheit.“

Keine einfache Partie

Mit 38 Gegentoren weist der FSV auch die stabilste Defensive der unteren Tabellenhälfte auf. Das Hinspiel im Panoramastadion ging mit 2:1 an den FCH. „Sie waren da schon nicht einfach zu bespielen“, erinnert sich Seemann noch gut.

Er beorderte seine Mannschaft in dieser Woche zwei Mal auf den Trainingsplatz. Am Montag gab es eine eher kürzere Einheit, am Mittwoch fand dann ganz normal das Abschlusstraining statt. Personell dürfte der Kader am Freitag sehr ähnlich wie zuletzt aussehen. Leon Hayer und Lars Czerwonka trainieren aber schon wieder mit der Mannschaft.

Fokus auf sich selbst

Mit Blick auf die Tabelle könnte man immer mehr von einem Zweikampf zwischen dem FCH und TSV Berg um den 2. Platz ausgehen, zumal der Viertplatzierte aus Dorfmerkingen am Samstag die Young Boys Reutlingen empfängt.

Seemann sagt jedoch: „Wir müssen nach uns schauen, das ist das Allerwichtigste. Es ist schwierig zu sagen, wer am Ende am konstantesten agiert. Wir bleiben einfach bei uns.“ Und in diesem Fall geht die volle Konzentration auf das Auswärtsspiel in Waiblingen.