Der neue Restaurantleiter Thomas Frey (links) freut sich auf die Zusammenarbeit mit besonderen Mitarbeitern, gleichzeitig verabschiedet der Vorstandsvorsitzende des Caritasverband-SBK Michael Stöffelmaier die bisherige Leiterin Katja Welz (rechts) und die Mitarbeiterin Jennifer Lenz. Foto: Rüdiger Fein/Caritas

Aus einem Sommer wurden sieben Jahre – die Aufgabe hat wohl gefallen: Katja Welz übergibt Leitung des Inklusionsbetriebs an Thomas Frey.

Der Fohrenhof in Unterkirnach steht ab sofort unter neuer Leitung. Nach sieben Jahren Engagement von Katja Welz hat mit Thomas Frey jetzt ein ebenfalls ausgewiesener Fachmann die Leitung des vom Caritasverband Schwarzwald-Baar-Kreis betriebenen Inklusionsbetrieb übernommen.

Der 49-jährige Frey stammt aus Schwenningen und durfte im Restaurant seiner Eltern bereits in jungen Jahren Hotel- und Restaurantluft schnuppern. Seine berufliche Kariere führte den Fachmann zuletzt nach Kaiserslautern, wo er für den Betrieb von fünf Gasthäusern verantwortlich war.

Herausforderung gereizt

Die Herausforderung, die jetzt mit dem Betrieb des Inklusionsbetriebs Fohrenhof einhergeht habe ihn gereizt: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den besonderen Menschen hier“, erklärt der neue Leiter und er habe viele neue Ideen, die er umsetzen wolle, so Thomas Frey.

Von der bisherigen Leiterin Abschied zu nehmen falle ihm nicht leicht, bekennt Michael Stöffelmaier, der Vorstandsvorsitzende des Caritasverband-SBK, der seinen Sitz in Villingen hat. „Frau Welz, Sie haben im Fohrenhof besondere Akzente gesetzt“, bedankt sich Stöffelmaier bei der scheidenden Katja Welz.

Ruhe in Betrieb gebracht

Sie sei in unruhigen Zeiten gekommen und es sei ihr Verdienst, dass man sich heute in ruhigerem Fahrwasser bewege. Zunächst als Aushilfe beschäftigt und gedanklich immer auf dem Sprung in den Norden übernahm Katja Welz bereits nach einem Jahr die Leitung des Restaurants und 2019 wurde ihr die Betriebsleitung übertragen. Dass die aus dem Sauerland stammende Welz jetzt in Norddeutschland neue Herausforderungen sucht, dafür habe er Verständnis, so Stöffelmaier.

Sie verabschiede sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge, sagt Katja Welz, die sich ihre berufliche Zukunft weiterhin bei der Caritas und mit Blick auf die Arbeit mit gehandicapten Menschen vorstellen kann. „Wir lieben Unterkirnach und kommen jedes Jahr auf Urlaub hierher“, so ihr Versprechen an die Adresse der Gemeinde, für das sich stellvertretend für Bürgermeister Braun Bernhard Kuberczyk bei Katja Welz bedankte.

Fohrenhof

Der Fohrenhof in Unterkirnach ist ein Projekt der Inklusiv gemeinnützigen gGmbH Schwarzwald-Baar, einer 90-prozentige Tochtergesellschaft des Caritasverbands für den Schwarzwald-Baar-Kreis mit Beteiligung der Gemeinde Unterkirnach sowie der Firma Weis und Sohn aus Niedereschach.

Inmitten der schönen Hapimag-Wohnanlage entstanden Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung. Diese sorgen gemeinsam für das Housekeeping, arbeiten in der Verwaltung, im Hausmeisterdienst und verwöhnen ihre Gäste gerne kulinarisch im typischen Schwarzwald-Restaurant

Integrationsbetrieb

Der Integrationsbetrieb bietet Menschen einen Arbeitsplatz an, die perspektivisch durchaus in der Lage sind, mit einer speziellen Förderung und einer Assistenz im ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten, die jedoch mit den Anforderungen einer Werkstatt für behinderte Menschen unterfordert sind. Da derzeit ein Angebot eines Integrationsbetriebes im Landkreis fehlt, und der regionale Arbeitsmarkt nur eine begrenzte Aufnahmekapazität für Menschen mit Behinderung und/oder leistungsgewandelte Menschen bietet, haben diese Personen nur eine geringe Perspektive auf dem freien Arbeitsmarkt. Es werden Menschen mit geistiger Behinderung, mit einer psychischen Erkrankung und Behinderung sowie mit körperlicher Behinderung angesprochen.