Juri und Boris Kühn von der „Linde-Post“ in Horgen setzen auf Gastlichkeit und gute Küche mit Qualität. Foto: Siegmeier

Die Auszeichnung des Falstaff-Magazins geht nach Horgen. Ein Familienbetrieb tischt hier seit mehr als 30 Jahren gehobene feinbürgerliche Küche auf.

Im neuen Restaurant- und Gasthaus-Guide 2026 präsentiert Falstaff die besten Restaurants Deutschlands – von Hamburg über Köln bis nach Berlin und München. Mit dabei ist ein Restaurant in Zimmern-Horgen: die Linde-Post. Sie wurde mit einer goldenen Gabel ausgezeichnet.

 

Die Linde-Post ist ein Haus mit Geschichte. Hier haben einst Postkutscher Station gemacht und die Pferde gewechselt, bevor es weiter auf große Tour ging. Heute steht die „Linde-Post“ für exzellente Küche und Gastlichkeit und ist für ihre schwäbische, mediterran angehauchte feinbürgerliche Küche, die familiäre Atmosphäre und den Service bekannt und beliebt.

Seit 1873 Vesperwirtschaft

Die Familie Kühn betreibt das Gasthaus seit 56 Jahren. Aber bereits 1873 war in dem Gebäude eine Vesperwirtschaft. Damals war es Agathe Rexer, die die Gäste umsorgte. Imelda und Julius Rexer setzten die Tradition fort. 1969 bauten dann Brigitte (die Tochter von Imelda und Julius) und Gerd Kühn Gästezimmer und erweiterten den Gastraum. So wurde aus der Vesperwirtschaft ein Landgasthof, den nun die Söhne Juri und Boris in der nächsten Generation mit Erfolg weiterführen.

Über die goldene Gabel freuen sie sich ganz besonders. „Es ist heute gar nicht so leicht, überhaupt in derlei Veröffentlichungen dabei zu sein“, freut sich Küchenchef Boris Kühn über die Auszeichnung im Falstaff. „Man braucht keinen Stern, aber man muss irgendwo stehen und dabei sein“, das habe bereits sein Lehrmeister Vinzenz Klink vor vielen Jahren gesagt, der vom Falstaff als „Pionier der schwäbischen Küche“ bezeichnet wird.

Möglichst regional

Seit 30 Jahren serviert die „Linde-Post“ ihren Gästen gehobene feinbürgerliche Küche und Boris Kühn setzt dabei auf hochwertige Lebensmittel, die möglichst aus der Region kommen. „Doch das mit dem regional ist heute gar nicht mehr so einfach“, bedauert er. Es gebe immer weniger Betriebe, die noch so große Mengen produzieren, dass die Gastronomie ausreichend bedient werden könne. Eier, Kartoffeln und Wild bezieht der Küchenchef aus der Region, das Rind- und Schweinefleisch kommt von der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall.

Das Traditionsgasthaus ist für Küche und Gastlichkeit weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt. „Viele Gäste kommen bereits seit mehr als 50 Jahren“, sagt Juri Kühn.

„Uns ist wichtig, dass die Gäste unser Lokal mit einem Lächeln verlassen, egal ob sie Wurstsalat, oder Rehrücken bestellt haben“, sagen die beiden Brüder. Wohlfühlatmosphäre sei ein wichtiger Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden dürfe.