Wenige Wochen ist es her, dass der langjährige Pächter Michael Steimle das „Josefstüble“ verlassen hat. Ömer und Ahmet Durmaz setzen dort jetzt neue Akzente.
Die ersten Gäste hat Ahmet Durmaz, der das Lokal zusammen mit seinem Cousin Ömer Durmaz übernommen hat, am Mittag schon bewirten dürfen – zu deren großer Zufriedenheit, wie er versichert.
Langjährige Gäste in seinem Restaurant im schweizerischen Bettingen waren es auch, die den 33-jährigen Familienvater, der in Basel lebt und aufgewachsen ist, auf das Lokal in Weil am Rhein aufmerksam gemacht haben.
Nach der Ankündigung des bisherigen Wirts, sich nach 13 Jahren aus dem „Josefstüble“ zurückzuziehen, hatte sich die Familie des Gründers und langjährigen Inhabers Josef Gulli auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht.
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Unzählige Bewerber fanden sich ein, die Interesse daran bekundeten, die etablierte Quartierbeiz, zentral, aber doch versteckt zwischen Hauptstraße, katholischer Kirche und Messeplatz gelegen, wiederzubeleben.
Ahmet Durmaz war es, der mit seinem Konzept – bodenständige, deutsche Küche sowie ein regelmäßiger Mittagstisch – auf Anhieb überzeugen konnte.
Von Kalbsleberli bis Spargelspezialitäten
Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der neue Wirt mit beliebten Gerichten wie knusprig paniertem Schnitzel, Kalbsschnitzel an Pfeffersauce und Kalbsleberli dieses Konzept auch direkt schon umsetzt. Hinzu kommt frisches, saisonales Gemüse.
Es gibt eine große und variantenreiche Spargelkarte und als Nachtisch locken eine große Portion Tiramisu oder ein Coupe Romanoff.
Zusammen mit Michael Steimle, der das Lokal zuletzt führte, lernten Ömer und Ahmet Durmaz bei zahlreichen Treffen das Haus und die Arbeitsabläufe sowie auch zahlreiche Stammgäste kennen. Auch die urige Theke, an der Bewohner der Nachbarschaft gerne ein Bier trinken soll – trotz zunächst entgegengesetzter Pläne – erhalten bleiben.
Um sein Angebot den Nachbarn und Stammkunden näherzubringen, wollen Ahmet und Ömer Durmaz die Eröffnung am Freitag, 24. April, – nach einer kurzen Eingewöhnungszeit – mit einem kleinen Fest feiern.
Gründer freut sich, dass es weitergeht
Gründer und Namensgeber Josef Gulli, der das Gasthaus selbst rund 25 Jahre lang führte, und unter dessen Ägide das ehemalige Schuhgeschäft in der Robert-Koch-Straße 1 sein heutiges Aussehen mit den großen Fensterfronten und der Terrasse erhalten hat, freut sich, dass es in seinem Sinne weitergeht.
Seine Spezialitäten waren einst der „Piratenspieß“ und die „Laterne“. Letztere – ein zünftig gemixtes Biermischgetränk – wird bis heute an der Theke des „Josefstübles“ stark nachgefragt.