Mit Judith Hillbrecht und ihrem Mann Michael öffnet der Berggasthof Stübenwasen wieder seine Pforten.
Seit dem 1. Mai können wieder Wanderer, Mountainbiker und Familien für eine Rast einkehren, und kräftige und süße Speisen in der Wirtschaft und auf der Terrasse genießen. In der Anfangsphase sei der Gasthof zunächst von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet, informiert Judith Hillbrecht.
Zuvor war das Gasthaus aufgrund der Krankheit ihre Vaters Andreas und dessen Tod im vergangenen Jahr geschlossen. Der beliebte Wirt und Koch starb im vergangenen Sommer, seine Tochter wird nun sein geliebtes Berggasthaus mit ihrem Mann Michael und ihrer Mutter Gisela weiterführen. Dass dieses Projekt sofort positiv aufgenommen wurde, zeigte sich bereits am 1. Mai, als sie bei herrlichem Wetter sehr gut besucht waren, wie die beiden begeistert berichten.
Beliebtes Auflugsziel
Der Berggasthof Stübenwasen auf 1270 Metern Höhe ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Bike-Touren in die Feldberg-Region. Auch bei Langläufern ist er seit Jahren beliebt, im Winter befindet sich vor dem Haus ein direkter Zugang zur Notschreiloipe. Herrlich ruhig gelegen und mit zehn gemütlichen Gästezimmern bietet sich der Stübenwasen auch für längere Familienaufenthalte an.
Übernachtungsgäste werden mit einem leckeren Frühstücksbüffet und warmen Abendessen verwöhnt, Tagesbesucher erwartet eine abwechslungsreiche Karte. Hier gibt es hausgemachten Kaiserschmarrn ebenso wie Schnitzel mit Pommes frites, Wurstsalat, Quiche Lorraine, Kartoffelsuppe und verschiedene Kuchen.
„Selbstbedienungshäusle“
Als besondere Neuerung gibt es nun im ehemaligen Gartenschuppen auf der Wiese ein „Selbstbedienungshäusle“, in dem Getränke aller Art zu finden sind, die per QR-Code oder bar bezahlt werden können.
An der Wand des renovierten Häusle hängen Bilderrahmen mit vielen interessanten Fotos aus früheren Zeiten. Der Gasthof wurde um 1935 als Schutzhütte errichtet und steht an besonders schöner Stelle im Feldberggebiet. Der Blick reicht von Feldberg, Belchen, Schauinsland und weiteren Aussichtspunkten der Region bis hin zu den Schweizer Alpen und im Westen den Vogesen. Wer mit dem E-Bike kommt, wird demnächst auch eine Ladestation auf dem Stübenwasen finden.
Ein weiteres Projekt, das fast fertig ist, ist eine neue Theke im Gastraum. Dieser wurde wiederum zum Glück im „Originalzustand“ belassen. „Zur Freude ganz vieler Gäste“, erzählt Judith Hillbrecht, „das ist halt der Stübenwasen“ sagt sie fröhlich. Ihr Mann Michael, gelernter Elektroingenieur, ist gerade damit beschäftigt, ein Buchungssystem zu installieren, einen neue Website gibt es bereits.
„Zum Glück haben wir gute Freunde, die uns bei vielen Arbeiten unterstützen“, sagen die beiden, während die vier Monate alte Hündin „Zora“ fröhlich über die Wiese tollt.
Literaturtage
Gerne möchten die beiden Gastgeber die Tradition des Silvesterbüffets wieder aufleben lassen, dies sei in der Vergangenheit immer eine sehr beliebte Veranstaltung gewesen, erinnert sich die gelernte Krankenpflegerin und selbst begeisterte Mountainbikerin. Sie habe viele Ideen hierfür, und im Sommer könnten sie sich auch einen Grillabend vorstellen.
Die Literaturtage „Lesen auf dem Berg“ sind im Herbst jedenfalls schon fest eingeplant.
Erreichbar ist der Berggasthof zu Fuß oder mit dem Mountainbike über die Westvariante des Westweges, vom Notschrei oder Feldberg kommend. Mit dem Auto nur über Todtnauberg (nicht über St. Wilhelm). Parkplatz am Radschert oder Fahrt bis zum Gasthof über den „Anlieger Frei“ Forstweg. (www.stuebenwasen.de)