Die Schenke im Kloster Kirchberg bei Sulz hat mit Franziska Schiek eine neue Leiterin – und die freut sich.
Bereits im Juni war die 30-Jährige während eines Praktikums eine Woche lang auf dem Kirchberg gewesen. Dieses Praktikum absolvierte sie im Rahmen der zweijährigen, berufsbegleitenden Meister-Ausbildung in der Hauswirtschaft, die Franziska Schiek aktuell macht. Just während ihres Praktikums wurde die Stelle als Leiterin der Kirchberger Schenke neu ausgeschrieben und sie – zu dieser Zeit noch in einem anderen Tagungshaus als stellvertretende Hauswirtschaftsleiterin beschäftigt – entschloss sich, sich auf diese Stelle zu bewerben, „weil es mir hier so gut gefallen hat“, so Schiek.
Geboren wurde sie in Albstadt-Ebingen, wo sie auch heute wieder lebt, aufgewachsen ist sie in Balingen. Nach der Realschule ging sie für eine Ausbildung als Hauswirtschafterin nach Freudenstadt ins christlich geprägte Hotel Teuchelwald. „Leider war der Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau dort schon vergeben. Aber ich habe mich dort so wohlgefühlt und man bot mir eine Ausbildung als Hauswirtschafterin an und ich habe gerne zugesagt.“
Ein meisterhaftes Praktikum
2016 hatte sie ihren Abschluss in der Tasche und entschied sich noch einmal die Schulbank zu drücken und das Abitur in Vollzeit nachzuholen. „Ich wollte mir selbst etwas beweisen“, begründet sie diese Entscheidung. Eine nächste Station fand sie in einem Pflegeheim als Alltagsbegleiterin und stieg schon nach sechs Monaten zur Koordinatorin und stellvertretende Leitung der Alltagsbegleitung auf.
2024 übernahm Schiek im Tagungshaus Bittenhalde eine Stelle als stellvertretende Hauswirtschaftsleiterin, mit der Aussicht, bald die komplette Leitung zu übernehmen. „Voraussetzung war allerdings, dass ich den Meister mache.“ So kam es dann, dass sie im Frühsommer 2025 für ihr Praktikum, bei der Hauswirtschaftsleitung Sabine Außersteiner, auf den Kirchberg kam und schließlich die ausgeschriebene Stelle wahrnahm.
Stundenlang pendeln
Auf dem Kirchberg hat sie nun eine 70-Prozent-Stelle und sie fühlt sich willkommen im Berneuchener Haus: „Die Kollegen sind sehr freundlich und nett, vor allem hilfsbereit. Das ganze Klima hier ist gut und es ist ein wirklich professionelles Team.“
An zwei Tagen in der Woche geht es für Schiek zusätzlich zur Meisterschule nach Biberach. „Das ist schon anstrengend und jedes Mal sind es eineinhalb Stunden Fahrt pro Strecke. Aber die Schule ergänzt sich gut zur Arbeit. Was wir lernen, ist interessant und sehr vielfältig. Es macht mir Spaß.“
Kirchberg – ein bekannter Ort
In ihrer Freizeit wandert Franziska Schiek sehr gerne und sie hat noch einige weitere Interessen. „Ich habe früher Querflöte gespielt und ich finde Zeichnen toll. Aber mir fehlt gerade die Zeit dafür. Vielleicht später mal wieder, wenn ich in Rente bin“, sagt sie lachend.
Den Kirchberg kannte sie vor ihrem Praktikum übrigens nicht persönlich, nur vom Namen her, denn ihr Bruder, der evangelischer Pfarrer in Calw-Altburg ist, war schon öfter hier und hatte ihr von dem Haus berichtet.