Seit 2007 ist der Asia Wok der Familie Chau fester Bestandteil der Schramberger Gastronomie. Zum 21. Dezember schließt der Imbiss. Das sind die Gründe.
Seit Juli 2007 ist der Asia Wok der Familie Chau ein fester Bestandteil der Schramberger Gastronomie. Nun endet diese Ära: Zum 21. Dezember schließt das Ehepaar Bao Loe Chau und Thi My Phuong Pham seinen Imbiss in der Schillerstraße endgültig.
Als Hauptgrund nennt Bao Loe Chau sein Alter und die Gesundheit. „Ich gehe auf die 70 zu, und meine Frau und ich sind einfach nicht mehr fit genug, um den Laden weiterzutragen“, sagt er. Die Entscheidung sei wohlüberlegt.
Geschäft geht seit einiger Zeit spürbar zurück
Neben gesundheitlichen Gründen spiele auch die wirtschaftliche Entwicklung eine Rolle. In den vergangenen Jahren sei das Geschäft spürbar zurückgegangen. „In Schramberg ist einfach nicht mehr viel los“, erklärt Chau. Früher, als es noch ein Krankenhaus in der Stadt gab, seien täglich Ärzte und Pflegekräfte gekommen. Davon habe man gut leben können.
Heute reiche der Umsatz kaum noch aus. Umso schwerer fällt der Abschied von den vielen Stammkunden. In den vergangenen Tagen seien zahlreiche Gäste gekommen, viele davon sichtlich enttäuscht. „Manche kommen seit Jahren zwei- bis dreimal pro Woche“, berichtet Chau. Die Verbundenheit der Kundschaft habe ihn sehr berührt.
Nach der Schließung will sich das Ehepaar zunächst eine Auszeit gönnen. Geplant ist unter anderem eine Reise nach Vietnam, um dort Familie und Freunde zu besuchen. „Jetzt haben wir endlich Zeit, um zu entspannen“, so Chau.
Ursprünglich als Goldschmied tätig
Bao Loe Chau kam 1981 nach Deutschland. Ursprünglich arbeitete er in Vietnam als Goldschmied, fand in Deutschland jedoch schnell seinen Weg in die Gastronomie. Stationen in München, Hamburg und Frankfurt folgten, ehe er in Neustadt, Ettlingen und schließlich in Schramberg seine eigenen Restaurants führte.
Zum Abschied richtet Chau noch einen persönlichen Dank an seine Gäste: „Danke an alle Kunden, die uns all die Jahre die Treue gehalten haben. Es tut uns wirklich leid, aber alles muss einmal ein Ende haben.“
Hinweis:
Noch vorhandene Gutscheine können gegen Bargeld eingelöst werden. Betroffene werden gebeten, sich telefonisch unter 0174 /2 66 65 83 zu melden.