Ali Sezgin hat am Marktplatz in Schömberg den Dönerimbiss „Batman“ eröffnet. Neben den Klassikern ist auch türkisches Frühstück erhältlich.
Gut gewürztes Fleisch vom Drehspieß, frischer Salat und all das in knusprigem Brot – für manche Menschen ist der Döner selbst bereits ein Superheld, insbesondere nach langwierigen Überstunden auf der Arbeit oder durchzechten Nächten in den Clubs und Bars der Gegend. Da passt es doch wie die Faust aufs Auge, dass der beliebteste Snack Deutschlands in Schömberg nun mit dem Dönerladen „Batman“ gewürdigt wird – könnte man meinen. Doch eigentlich verhält es sich ganz anders.
„Meine Geburtsstadt in der Türkei heißt Batman“, klärt Ali Sezgin auf. 2018 kam er nach Deutschland und ist inzwischen in Wellendingen wohnhaft. Sein Leben lang arbeitete er als Dachdecker, doch es meldete sich der Wunsch nach Veränderung. Erste Erfahrungen sammelte er als Angestellter in einem Dönerladen.
Vom Dachdecken zum Drehspieß
Mit seiner Selbstständigkeit geht er einen mutigen Schritt. Der Pachtvertrag am Schömberger Marktplatz ist für fünf Jahre unterschrieben, mit Option auf Verlängerung für weitere fünf Jahre. Doch was, wenn es nicht funktioniert? „Das ist keine Option“, sagt Sezgin.
Allein in den letzten drei Jahren gab es regen Wechsel in der Immobilie. 2023 versuchte „Ural Kebap“ sein Glück, 2025 war es der „Royal Imbiss“. Doch der neue Inhaber ist optimistisch: „Schömberg ist ein kleines Dorf, hier kennt sich jeder und man kommt freundlich ins Gespräch. Man bekommt von jedem eine Chance.“
Die braucht es auch, denn der Batman-Döner hat in der Stauseestadt kein Alleinstellungsmerkmal. Der Markt ist mit den Konkurrenten „Bistro Berlin“, „Schömberger Dönerhaus“ und „Kebap Palast“ hart umkämpft.
Der 45-Jährige sieht großes Potenzial in seinem Imbiss als Familienbetrieb. „Frau, Töchter, Freunde – alle, die können, helfen“, sagt er. Auch Mitarbeiter sind bereits eingestellt. An einem unterstützenden Team dürfte es also nicht scheitern. Die Jüngste im Bunde kam quasi als Eröffnungsgeschenk zur Welt, sie wurde nämlich erst vergangenen Dezember geboren und ist zarte drei Monate alt.
Die Saucen sind selbst gemacht und er selbst verdrückt laut eigener Aussage drei Döner am Tag – auch wenn man es ihm nicht ansieht.
Türkisches Frühstück
Während der Standardspieß aus Kalb besteht, gibt es beim Batman-Döner Rind. Über 20 Kilogramm wandern pro Tag über den Tresen. Eine Besonderheit dürfte außerdem das türkische Frühstück darstellen, das es jeweils samstags und sonntags zwischen 10 und 12.30 Uhr angeboten wird. Vor allem türkische Rührei-Spezialitäten mit Sucuk und speziell gewürztem Rindfleisch werden gemeinsam mit frischem Gemüse serviert. Auch das türkische Gericht „Menemen“ ist in dieser Zeit erhältlich. Am Wochenende gibt es zudem tagesaktuell unterschiedliche Süßspeisen.