Marina und Daniel Rotärmel freuen sich auf die neue Aufgabe im „Adler“ Foto: Fritsche

Ab Februar startet der Hotelbetrieb im „Adler“ unter der Führung eines neuen Pächterpaars wieder. Im Frühjahr wird „gut bürgerliche badische Küche“ im Restaurant Einzug halten.

Am 1. Februar übernehmen Daniel und Marina Rotärmel als neues Pächterehepaar die Führung des „Adler Hotel & Restaurant Schiltach“ in dem historischen Gebäude im Zentrum der Fachwerkstadt.

 

Wie sie beim Termin mit unserer Redaktion vor Ort berichteten, werden sie schrittweise anfangen: Am 1. Februar startet der Hotelbetrieb mit Frühstück für die gut ausgestatteten und funktionalen Zimmer. „Später wollen wir mit Self-Check-in und -out volle Flexibilität für unserer Gäste schaffen“, ergänzte Marina Rotärmel.

Im Frühjahr planen sie dann bei normalen Öffnungszeiten auch den Start des Restaurants mit „gut bürgerlicher badischer Küche“, für die Daniel Rotärmel noch Verstärkung sucht. Seine Frau hob die besondere Atmosphäre des 1604 erbauten und liebevoll restaurierten Gasthauses und das gemütlichen Ambiente für die Gäste hervor. Später sei auch die Möglichkeit zum Brunchen an Wochenenden oder Feiertagen geplant.

„Der Gemeinderat und wir als Verwaltung freuen uns, dass der Betrieb des Adlers nahtlos weitergeht“, hatte Bürgermeister Thomas Haas zur Übernahme durch die Rotärmels erklärt. Die gut ausgestatteten Zimmer wären wertvoll für die Übernachtungsmöglichkeiten in Schiltach und auch die Nutzung des Veranstaltungsraums im Obergeschoss laufe weiter.

Auf Schiltach gestoßen

Seit 2021 betreuten Daniel und Marina Rotärmel neben ihrer Berufstätigkeit eine Anlage mit 21 Ferienwohnungen in Elzach und fanden durch diese Erfahrung Gefallen und Interesse an der Tourismus- und Gastronomiebranche. Sie schauten sich um und stießen in den einschlägigen Plattformen auf die Anzeige, dass für den Adler ein Pächter gesucht wurde. „Schiltach selbst fand ich immer schon gut und auch die Chance, wieder zur Familie und den Wurzeln zurückzukommen“, ergänzte Marina Rotärmel.

Bezug zur Region

Daniel Rotärmel ist in Rottweil geboren und aufgewachsen, seine Frau Marina stammt vom Sulgen. Bisher haben sie in Esslingen gewohnt. Er ist dort noch als Ingenieur tätig. Seine Frau ist von Beruf Architektin. Die beiden haben zwei große und zwei kleine Mädchen. Schon bisher sind sie oft an den Wochenenden auf den Sulgen gefahren zu den Großeltern. Und die stünden auch bereit, bei der Betreuung der Kinder zu helfen, wenn es mit dem Adler losgeht. Auf dem Sulgen haben sie bereits ein Haus erworben, das zur Zeit renoviert wird.

Auf die Frage, wie sie die Herausforderungen mit vier Kindern, dem noch anstehenden Umzug und dem Hotel stemmen wollen, antwortete Daniel Rotärmel: „Mit Gott-Vertrauen und der Kraft von Jesus Christus im Sinne von Psalm 25: Alle, die dir vertrauen werden nicht untergehen.“

Ein echtes Baudenkmal

Auf die Rotärmels und auf die Gäste wartet ein besonderes Gasthaus. Der Adler gilt mit seinem markanten Erker als eines der schönsten Fachwerkhäuser in Schiltach. Wo einst das „Untere Tor“ stand, lädt das Gebäude ein, den Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern zu besuchen. „Schon toll, wie man damals gebaut hat, kein heute errichtetes Gebäude überdauert so lange, wie es den Adler gibt, jetzt hält er wieder 400 Jahre“, hatte Thomas Fiedler, Geschäftsführer der Fiedler GmbH & Co Vermögensverwaltungs KG aus Dornhan nach der langen und aufwendigen Restaurierung erklärt.