Frischer Wind im Turnerheim: Nach dem Prinzip „alter Pächter, neues Konzept“ erzählt der neue Wirt, womit er die Gäste begeistern will. Und es gibt noch eine große Neuigkeit: So will Pächter Selman Gashi einem Traditionslokal wieder Leben einhauchen.
Das Team im Turnerheim in der Austraße wird vergrößert. Kein Wunder: Schließlich hat Pächter Selman Gashi mit dem „Delle Rose“ auf dem Lindenhof – das Lokal führt er bereits seit 2015 – schon alle Hände voll zu tun. Und dann gibt es da noch ein neues altes Objekt in Oberndorf, das er aus dem Dornröschenschlaf wecken will.
Beim Pressegespräch zum neuen Konzept des Turnerheims lassen die Gesprächspartner die Bombe ganz nebenbei platzen: Gashi übernimmt den „Hotel Gasthof Zum Wasserfall“. Renovierungsarbeiten laufen bereits. Ab September soll die Gaststätte wieder bewirtet sein.
Stadtbildendes Gebäude
Der „Wasserfall“ an der Lindenstraße ist seit mehr als 150 Jahren ein stadtbildprägendes Gebäude. Wegen Personalmangels wurde die Gaststätte bereits im Juli 2022 geschlossen. Zuletzt führten Susanne Benedix und ihr Ehemann Claus das Hotel in vierter Generation.
Während also eifrig am „Wasserfall“ gewerkelt wird und auf dem Lindenhof Pasta und Pizza über den Tresen gehen, wird auch das Turnerheim auf Vordermann gebracht – insbesondere die Terrasse. Dort finden bis zu 50 Gäste Platz, drinnen sind es rund 110.
Wirt mit viel Erfahrung
Das neue Gesicht im Turnerheim ist Wirt Thomas Gamroth. Der 57-Jährige aus der Stuttgarter Region ist gelernter Metzger und kann 40 Jahre Gastronomie-Erfahrung vorweisen. So hat er auch schon in Costa de la Calma auf Mallorca Spezialitäten aus seiner Heimat aufgetischt.
Die Gäste des Turnerheims will er ebenfalls mit deftiger deutscher Hausmannskost begeistern und eine gemütliche Wirtshausatmosphäre schaffen, bei der das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen soll.
Eine seiner Spezialitäten ist beispielsweise der Bierbraten. Aber auch Haxen, frische Hähnchen vom Grill, Spießbraten und selbst gemachte Maultaschen will er anbieten, zählt Gamroth nur einen kleinen Teil der Speisen auf. Besonderheiten wie Rehgulasch soll es auch mal geben.
Kein Ruhetag
Sieben Tage die Woche wird geöffnet sein. Und: Es wird täglich einen Mittagstisch geben – zu Beginn mit einem wechselnden Buffetangebot. In wenigen Wochen soll es schon losgehen. Alle Speisen werden auch zum Mitnehmen angeboten, betont Gamroth. Sonntags wird das Angebot um Kaffee und Kuchen erweitert.
Das Turnerheim soll zu einem Ort werden, an dem man auch gerne eine Familienfeier, etwa eine Taufe oder Hochzeit, feiert, meint Gamroth. Außerdem kann er sich kleine Feste vorstellen, etwa ein Oktoberfest im Kleinen und Grillabende auf der Terrasse.
Wirt und Sänger
Der Wirt kann aber nicht nur kochen und servieren, er ist auch ein passionierter Sänger und möchte auch im Turnerheim von Zeit zu Zeit für Unterhaltung sorgen.
Damit man im Turnerheim so richtig durchstarten kann, wird noch Personal für die Küche und den Service gesucht. Gamroths Credo: „Gäste gewinnt man mit Persönlichkeit und einer guten Küche“. Schon seine Oma habe immer gesagt: „Nett sein kostet nichts“. Und so halte er es auch und freue sich auf viele Besucher.