Seit Ende Oktober hat das "Quattro Mori" in der Oberndorfer Oberstadt geöffnet. Nadine Zito und Enrico Fois sind nicht nur ein Paar, sondern betreiben nun auch zusammen das Lokal. Kennengelernt haben sich die Italiener – wie sollte es auch anders sein – in der Gastronomie.
Oberndorf - "Ich liebe diesen Job". So beginnt Enrico Fois das Gespräch im "Quattro Mori". Und auch seine Partnerin Nadine Zito bekommt ein Lächeln im Gesicht, wenn sie über ihre Arbeit spricht. "Ich bin für den Service geboren. Es macht einfach Spaß, wenn ich Kunden bediene".
Die beiden Vollblutgastronomen betreiben ihr erstes gemeinsames Lokal in der Hauptstraße 21 seit dem 23. Oktober. Wie zufrieden sind sie mit dem Start in Zeiten stark steigender Corona-Zahlen?
Start im "Quattro Mori" zufriedenstellend
"Insgesamt sind wir zufrieden. Natürlich müssen wir uns erst einen Namen machen und die Kunden von unserer Qualität überzeugen", resümiert Zito. Größere Startschwierigkeiten wegen der Corona-Pandemie befürchtet Zito nicht. "Es ist nicht ganz einfach, aber wir sind guter Dinge". Die Beiden haben einiges in ihr Lokal investiert und den Innenbereich renoviert. "Ich denke wir haben ein sehr schönes Ambiente geschaffen, in dem sich die Gäste wohlfühlen können. Wir sind kein Gourmet-Restaurant, aber man kann gut und gemütlich bei uns essen", erklärt Fois.
Bisher ist noch sieben Tage in der Woche geöffnet, aber ab nächster Woche wird der Montag als Ruhetag eingeplant.
Heimat in Sardinien und auf Sizilien
Der 32-Jährige stammt aus Sardinien, seine Partnerin aus Sizilien. Kennengelernt haben sie sich aber in Horb – und zwar im elterlichen Betrieb von Zito. "Meine Eltern hatten 25 Jahre ein eigenes Lokal. Da habe ich von klein auf mitgeholfen", denkt sie gerne zurück.
Auch Fois hat schon viel Gastronomieerfahrung gesammelt. Unter anderem hat er sieben Jahre lang im Restaurant "Rotuvilla" in Rottweil gearbeitet. Danach folgten Stationen in Villingen-Schwenningen und Tübingen, bis er schließlich in Horb im elterlichen Lokal von Zito landete. Die Beiden verstanden sich sofort gut und sind seither ein Paar.
Pizzabäcker aus Leidenschaft
Kurioserweise hatte Fois zwar früh Spaß an der Arbeit in der Gastronomie, Pizzabäcker wollte er aber auf keinen Fall werden. "Mein Traum war zunächst immer Koch zu sein. Mit der Zeit habe ich aber Spaß am Pizzamachen bekommen und heute ist es eine Leidenschaft." Dabei schwört er auf seinen Teig, den er in der Regel 72 Stunden reifen lässt und nach neapolitanischer Art zubereitet. "Alle Zutaten stammen aus Italien", betont der Italien-Experte. "Ich kenne alle italienischen und sardinischen Restaurants in Baden-Württemberg", erklärt er mit einem Grinsen.
Neben seinen Pizzen gibt es Vorspeisen und Salate, dazu jeden Tag eine Chefempfehlung. "Das kann dann Pasta, Fisch oder auch Fleisch sein", erläutert Zito. Und auch sardinisches Bier haben die Beiden nach Oberndorf gebracht. "Die Deutschen wissen wie man gutes Bier macht. Aber auch in Sardinien wird gut gebraut", berichtet Fois.
Zusammenhalt wird großgeschrieben
Der Start ist also gemacht. Und auch für den Fall, dass es mal schwierig wird, ist das Duo vorbereitet. "Man muss an sich glauben und jeden Tag aufs Neue kämpfen und sich beweisen. Man lernt nie aus", so Fois. Und seine Partnerin ergänzt. "Oberstes Ziel ist, dass die Gäste zufrieden aus dem Lokal gehen, dann sind wir auch happy".