Die Einrichtung steht. Doch darf das Grill-Restaurant in der Teichstraße 68 öffnen? Darüber diskutierte der AUT.
Große, bunte Werbetafeln mit Fotos von XL-Grillsteaks prangten bereits an den Wänden des Gebäudes in der Teichstraße 68. Neben ihrem bereits laufenden Supermarkt mit Café wollen die Betreiber hier ein Grill-Restaurant eröffnen, ohne indes die entsprechende Genehmigung vonseiten der Stadt erhalten zu haben.
Werbetafeln angehängt
Bereits im Herbst vergangenes Jahres fragte unsere Redaktion nach, wann die Eröffnung angesetzt sei. Die Auskunft: Man warte auf die baldige Genehmigung der Stadt. Diese aber fehlt bis heute, denn dazu es bedarf einer Ausnahme von der Veränderungssperre „Nördliche Teichstraße“. Die zahlreichen überdimensionalen Werbetafeln, die den Passanten eine baldige Eröffnung suggerierten, mussten demnach wieder entfernt werden.
Wie es nun mit dem geplanten Restaurant weitergeht, wurde im Ausschuss für Umwelt und Technik beraten. Die Stadt schlägt eine Ausnahme von der Veränderungssperre „Nördliche Teichstraße“ vor. Diese sieht vor, den Gewerbestandort zu sichern, gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu gewährleisten, Nutzungskonflikte zu vermeiden und den zentralen Versorgungsbereich im Sinne des Märkte-Zentren-Konzepts zu sichern.
Im Mischgebiet
Bei dem aktuellen Bauvorhaben werde dieses Planungsziel nicht tangiert, wurde vor dem Ausschuss erläutert. Es handele sich um eine Wirtschaft in einem faktischen Mischgebiet, die dort ausdrücklich zulässig sei, solange sie sich in die Umgebung einfügt und die Wohnnutzung nicht beeinträchtigt. Werbeanlagen, die nicht störend wirkten, seien zudem zulässig, so Fachbereichsleiter Gerd Haasis und Alexander Nöltner. Die bereits angebrachten Schilder seien indes auch in ihrer Dimension tatsächlich „ungewöhnlich“ gewesen und wurden ja inzwischen wieder abmontiert. Die Ausnahme von der Veränderungssperre wurde dem AUT nun empfohlen.
Es soll endlich weitergehen
„Ich bin froh, wenn es da baulich endlich weitergeht. Das sieht ja so nicht schön aus“, erklärte Christiane Cyperrek (SPD). Wichtig aber sei auch, dass es künftig genügend Parkplätze für Kunden und Gäste gebe. Schon jetzt werde zuweilen chaotisch vor dem Supermarkt geparkt, so ihre Beobachtung.
Thema Lärm
Angesprochen wurde im AUT auch eine potenzielle Lärmbelästigung durch Gäste. Indes: Es gelte hier das allgemeine Gaststättenrecht, so Haasis. „Wir haben gelernt, bei Gastro-Betrieben im Vorfeld diesbezüglich genau hinzuschauen, damit wir im Falle von Lärmproblemen rechtzeitig einschreiten können“, erklärte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic. Damit nahm sie offenbar Bezug auf die vor kurzem aufgeflammte Diskussionen rund um ein Imbiss-Restaurant in der Basler Straße.
Nichts „durchgewunken“
Matthias Koesler wiederum warnte davor, Bauvorhaben im Nachhinein zu genehmigen. Das sei ein schlechtes Vorbild für Handel und Gastronomiebetriebe in Lörrach. Dagegen verwahrte sich die Bürgermeisterin energisch. In der Stadt werde keinesfalls nachträglich „etwas durchgewunken“.
Die Causa wird nochmals verschoben, um zunächst die aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Damit bleibt weiterhin unklar, wie und wann das Restaurant öffnen kann.