Es tut sich etwas in der früheren Mühlenstube: Dort werden ab dem 1. Mai indische Spezialitäten serviert.
Das Restaurant heißt künftig „Kurkuma“. Rupinder Kaur und Jiwanjat Singh haben indische Wurzeln. Sie leben seit 2019 in Deutschland und betreiben seitdem in Offenburg bereits mit Erfolg ein indisches Restaurant.
Nun aber Lauterbach: Die beiden fühlen sich in ihrer neuen Heimat, wo sie seit Februar wohnen, pudelwohl. „Die Nachbarn sind sehr nett und unsere Tochter besucht schon den Kindergarten in Lauterbach“, erzählen die beiden. Auch Bürgermeister Jürgen Leichtle habe sich bereits zu einem Besuch in der Traditionsgaststätte angekündigt.
Lange auf der Suche
Die Gastronomen waren schon seit langem auf der Suche nach einem passenden Restaurant in der Region, wo sie auch wohnen können. Die Mühlenstube passte da wie die Faust aufs Auge.
„Wir haben Glück gehabt“, freuen sich die künftigen Betreiber.
Viele Gewürze
Ruhetag gibt es im „Kurkuma“ keinen. Am Wochenende ist ab 12 Uhr geöffnet, sonst ab 16.30 Uhr. Die Betreiber bezeichnen sich als waschechte „Foodies“. Sie wollen zeigen, dass die indische Küche nicht nur Curry und Chili zu bieten hat. Vielmehr gebe es ein breites Spektrum. Viele Gewürze wie Fenchel, Kurkuma oder Kümmel kenne man auch in Deutschland – die besonderen Mischungen machten die indische Küche aber aus. Dort gibt es aber auch deutsche Gerichte und Pizza. Angeboten werden auch vegane und vegetarische Gerichte. Zudem gibt es Catering, bestellte Speisen werden ausgeliefert.
Die zehn Gästezimmer betreiben Jiwanjat Singh und Rupinder Kaur ebenfalls. Dort bleibt der Name Mühlenstube noch erhalten.
Im Restaurant ist Platz für 40 Personen. Für den Sommer wird die Terrasse auf Vordermann gebracht. Dort können dann 25 Personen den Panoramablick über Lauterbach genießen.
Haus besteht seit 1940
Das Haus besteht seit dem Jahr 1940. Die Familie Knecht betrieb die Mühlenstube für vier Jahrzehnte bis zum Jahr 2017, bis das Ehepaar Jüngst übernahm. Seit geraumer Zeit war die Mühlenstube aber geschlossen.
Die Übergabe war sehr gut“, versichern die beiden Gastronomen. In Lauterbach fühlen sie sich ein bisschen wie in ihrer Heimat im indischen Bundesstaat Punjab. Viel Grün, angenehme Temperaturen und nicht wie in der Großstadt. In einem Punkt sind sie sich sicher: „Wir haben unsere neue Heimat gefunden“, sagt Rupinder Kaur.
Den Sprung gewagt
Eine Schwester ist Gastronomin und lebt seit 30 Jahren in Kehl. Daher wagten die beiden 2019 den Sprung nach Deutschland. Ihr indisches Restaurant in Offenburg wollen die beiden weiterhin betreiben. Schließlich hätten sie Angestellte, auf die sie sich verlassen könnten. „Dort sind wir aber Pächter, in Lauterbach Eigentümer“, sagt Jiwanjot Singh.
Die Betreiber hätten das Restaurant Kurkuma gerne schon etwas früher geöffnet. Bis die Konzession aber vorgelegen sei, habe es noch etwas gedauert. Ab dem 1. Mai sind sie aber hochmotiviert.