Anastasios Worm (links) und Grigorios Kefaloudis sind die neuen Pächter des Parkcafés in Königsfeld. Foto: Gemeindeverwaltung

Das Parkcafé in Königsfeld öffnet am 8. Januar mit frischem Konzept, neuem Team und großen Plänen – von veganen Köstlichkeiten bis zu festlichen Events im Saal des Cafés.

Seit kurzem geschlossen ist das Parkcafé. Am 8. Januar soll es mit neuen Pächtern weitergehen, wie bei einem Pressegespräch zu erfahren war.

 

Bürgermeister Fritz Link sprach von einem Glücksfall für die Gemeinde, lobte die 22 Jahre lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der bisherigen Pächterin Carola Stern, die den Vertrag zum Jahresende kündigte.

Die Ausschreibung für eine Nachfolge lief seit Mai 2025 mit Beratung durch den DEHOGA-Fachverband. Unter zwölf Bewerbungen zeigten drei Konzepte große Übereinstimmung mit den Gemeindevorstellungen.

Im Parkcafé als Herz des Kurparks wolle man mit Familienfeiern und anderen Events im Haus des Gastes wieder an die Vor-Corona-Zeit anknüpfen. Wichtig sei zudem, dass bisher hohe Angebotsniveau zu halten und auszubauen, so Link.

Das große Potenzial des Parkcafés

Der Gemeinderat entschied sich für Grigorios Kefaloudis und Anastasios Worm, der eine Gastronom und Koch, der andere Eventmanager und Betriebswirt, die sich von Kindheit an kennen und familiär verbunden sind. Zum Gespräch konnte nur Kefaloudis vor Ort sein.

Kefaloudis sei schon mit zwölf Jahren gastronomisch tätig gewesen – das letzte Jahrzehnt im von seinem Bruder betriebenen Schwenninger Restaurant „Delphi“, wie er berichtet.

Im Parkcafé sähen beide großes Potenzial, die hohe Qualität wollten sie weiterführen, zum Beispiel mit dem gewohnten Kuchenlieferanten. Darauf wolle man zum Beispiel mit selbst gebackenem veganem Käsekuchen aufbauen und die griechischen Wurzeln der Pächter einfließen lassen, da es in dieser Küche viele vegetarische und vegane Speisen gebe.

Das Goldstück des Parkcafés

Der Saal sei das Goldstück, das man für Firmenevents und anderes nutzen wolle, um so dem Haus insgesamt zu neuem Glanz zu verhelfen, so Kefaloudis. Dabei betont Link, dass die Terrasse mitverpachtet und weiter gastronomisch genutzt wird.

Schließlich könne man sich auch eine Kooperation beispielsweise beim Kunsthandwerkermarkt vorstellen, den Stern jahrelang in Eigenregie organisiert hatte.

Ein wichtiger Baustein für die Gemeinde sind Trauungen, die seit Corona stark zurückgingen, nun aber wieder mit allem aus einer Hand, von Kutschen über Fotoboxen bis hin zur kulinarischen Umsorgung, angeboten werden sollen. Laut Kurgeschäftsführerin Andrea Hermann wollen die neuen Pächter für entsprechende festliche Dekoration sorgen.

Ein straffer Zeitplan für das Parkcafé

Derzeit ist das Café geschlossen und der Zeitplan zur Wiedereröffnung, unter dem Namen „Parkcafé Königsfeld“ ist stramm. Die Gemeinde erwarb von Stern für einen hohen fünfstelligen Betrag das fest mit dem Gebäude verbundene Inventar, das diese 2016 bei einer Komplettrenovierung in erheblichem Umfang selbst finanzierte.

Keine Einigung gab es zur losen Möblierung und auch die vorzeitige Ablösung war nicht möglich, so dass die Übergabe erst am 31. Dezember erfolgt. Trotzdem soll schon am 8. Januar 2026 die offizielle Eröffnung stattfinden.

Dafür werden laut Kefaloudis in der ersten Januarwoche sicher 20 Leute, viele davon Familienangehörige, im Café wuseln. Er nannte das eine Herausforderung, zeigte sich aber optimistisch, dass alles wie geplant ablaufen werde. Anfragen für Hochzeiten und andere Events dürfen gern jetzt schon an die Gemeinde gerichtet werden.