Mirsada Cakir an der Kaffeemaschine im neuen „Café Petit – Not in Paris“ in der Ebinger Innenstadt. Foto: Roth

Über ein neues gastronomisches Angebot in der Ebinger Innenstadt dürfen sich die Albstädter freuen. Das „Café Petit – Not in Paris“ hat neu eröffnet. Das wird dort angeboten.

Seit wenigen Tagen belebt in der Ebinger Grüngrabenstraße nahe des Stadtzentrums ein neues gastronomisches Angebot die Innenstadt. Die Geschwister Mirsada Cakir und Astin Krasniqi haben sich mit dem „Café Petit – Not in Paris“ ihren Traum von der Selbstständigkeit erfüllt. Der Start ist den beiden gelungen, wie sie im Gespräch berichten: „Die Rückmeldung der Kundschaft ist sehr gut“, betont Mirsada Cakir. Ein gemischtes Publikum – jung und alt – mache von ihrem Angebot Gebrauch.

 

Der Name „Café Petit“ ist bewusst an die französische Küche angepasst. Inspirieren lassen haben sich die Geschwister auch hinsichtlich der Farbgestaltung an einem Pariser Café namens Ladurée.

Es gibt Tartins, Croissants, belegte Beagles, aber auch Ricotta-Pistazien-Kuchen oder San-Sebastian-Cheesecake. Letzterer ist derzeit ein Trend in den sozialen Medien. Ebenso sogenannte „Eclairs“. Dahinter verbirgt sich ein walzenförmig gefülltes Gebäck aus Brandteig französischen Ursprungs – im neuen Ebinger Café beispielsweise gefüllt mit Pistazien-, Schoko- oder Mangocreme. Bedeutet: Sowohl Freunde salziger als auch süßer französischer Spezialitäten sind angesprochen. Auch Matcha-Spezialitäten werden angeboten. Der Kaffee kommt aus einer Victoria-Arduino-Maschine, welche in ganz Deutschland nur zwei Mal vorkommt.

Ohnehin orientieren sich Mirsada Cakir und Astin Krasniqi an aktuellen Trends im Internet. Der Namenszusatz „Not in Paris“ geht auf David Fischer zurück, der diesen Slogan erstmals für eine Modekollektion verwendet hat. „Dieser Slogan passt zu unserem Café, weil er Lifestyle und Gastronomie verbindet“, erklärt Astin Krasniqi, der selbst aus der Modebranche kommt. Eben jener Lifestyle-Faktor soll auch das „Café Petit“ ausmachen.

Bisher keine französischen Cafés in Albstadt

Mit dem französischen Flair sehen die beiden neuen Selbstständigen ein Alleinstellungsmerkmal in Albstadt. „Cafés in Albstadt sind hauptsächlich italienisch geprägt, die französische Note hat in der Stadt gefehlt“, erklärt Krasniqi. Aus seinen Erfahrungen weiß er zu berichten, dass ähnliche gastronomische Angebote in größeren Städten erfolgreich funktionieren. Daran wollen die beiden nun anknüpfen.

Vision der Selbstständigkeit besteht schon lange

Der Schritt in die Selbstständigkeit erfordert in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten durchaus Mut. Das streiten die neuen Ebinger Gastronomen nicht ab. Mehrere Monate des Umbaus liegen hinter dem Familienbetrieb; in die neue mintgrün gehaltene Ausstattung wurde viel Geld investiert.

Doch die beiden sind optimistisch: „Die Menschen wollen nach Jahren mit Corona-Einschränkungen wieder raus“, sagt Mirsada Cakir. In ihrem Café könnten die Gäste zumindest für die Zeit des Besuchs in den Genuss von französischem Urlaubsgefühl kommen.

Mirsada Cakir und Astin Krasniqi in ihrem „Café Petit – Not in Paris“. Foto: Roth

Dass sie ein eigenes Café haben möchten, sei schon lange klar gewesen. Sie selbst ist leidenschaftliche Kaffeetrinkerin und hat berufliche Vorerfahrungen in diesem Bereich; die finale Idee ihrer Vision hatte dann ihr Bruder. Nun stehen die beiden stolz in ihrem eigenen Café.

Sie hoffen, dass die gute Resonanz der ersten Öffnungstage anhält. Leerstände, Dönerbuden und Barbershops gebe es in Ebingen schließlich genug. „Ich sehe es als Geben und Nehmen. Wir schaffen für die Menschen ein gastronomisches Angebot, diese müssen uns unterstützen, damit das Angebot erhalten bleibt.“ Denn klar sei: Ohne Kundschaft, keine gastronomische Vielfalt.