Marcus und Yolandy Toth eröffnen am Mittwoch Hotel und Gasthof „Zum süßen Grund“ zwischen Ebingen und Bitz wieder Foto: Martin Kistner

Die neuen Pächter des Hotel-Gasthofs „Zum Süßen Grund“ heißen Marcus und Yolandy Toth. Am Mittwoch wird eröffnet.

Der Pächterwechsel im Hotel-Gasthof war kurz und schmerzlos: Am 1. April hat das Ehepaar Toth den „Zum Süßen Grund“ übernommen, sich in Windeseile orientiert und Hotel- und Gastronomiebetrieb startklar gemacht.

 

Nun steht auch der Eröffnungstermin fest: Am Mittwoch, 9. April, sind Restaurant und Hotel wieder geöffnet; die Toths freuen sich auf ihre Gäste.

Marcus und Yolandy Toth kommen aus dem Schwarzwald, und zwar von dort, wo er am tiefsten und gleichzeitig am höchsten ist: aus Schluchsee. Das Skifahren hat Marcus Toth mit sechs Jahren am Feldberg gelernt – und das Kochen und das Backen ein paar Jahre später im Brauereigasthof Rothaus.

In seiner Heimatgemeinde Schluchsee haben seine Frau und er zuletzt ein Café-Restaurant geleitet, das gut lief, aber mit der Zeit eine oder zwei Hutnummern zu klein für die beiden wurde.

Hotellerie hat sie von der Pike auf gelernt

Ihn zog es zur Vollgastronomie und sie zum Metier, das sie von der Pike auf gelernt hat, die Hotellerie. Da kam ihnen der „Süße Grund“ mit seinen zwölf Hotelzimmern und dem guten Ruf unter Feinschmeckern gerade recht. Die Toths wollen das Rad nicht neu erfinden, aber doch ihre eigene Note in Albstadts gastronomische Landschaft einbringen.

Schnitzel und die schwäbischen Klassiker Rostbraten und Maultaschen werden selbstredende auf der Speisekarte stehen, aber auch Maispoularde, Kalbsgeschnetzeltes und Zander. Ein schwäbisch-badisches Crossover schwebt Marcus Toth und seinem Sous-Chef Jan Euen vor; der Kartoffelsalat etwa wird in der badischen Spielart angeboten, also mit Gurken und Speck.

Der Hotel-Gasthof „Zum Süßen Grund“

Regionalität wird im „Süßen Grund“ auch künftig groß geschrieben; das Fleisch kommt aus dem Haus Steinhart, das Gemüse vom Birkhof in Neufra. Dass Toth damit eine Hauptvoraussetzung für die Zugehörigkeit zu den Albstädter „Traufgänge-Gastgeber“ erfüllt, ist ihm bewusst, und er kann sich eine Mitgliedschaft durchaus vorstellen. Aber er will die Sache erst einmal auf sich zukommen lassen: Eines nach dem anderen – es muss nicht alles in den ersten zwei Wochen passieren.

Das Paar bildet aus – eine gute Nachricht für Albstadt

Geöffnet wird bereits mittags, und zwar mit großer Karte, nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen, letzteren selbstgebacken – nur bei bestimmten Torten will Marcus Toth auf das Angebot der Bäckerei Stemke zurückgreifen.

Abends ist von 18 bis 20.30 Uhr Küchenbetrieb; geschlossen wird um 22 Uhr. Ruhetag soll der Dienstag sein, aber natürlich müssen die Hotelgäste auch an diesem Wochentag nicht fasten, und wenn das Wetter richtig schön und der Spielplatz voll zu werden verspricht, dann werden die Toths bestimmt nicht auf Prinzipien herumreiten.

Im Süßen Grund wird ausgebildet

Und noch etwas steht auf ihrer Agenda: Sie dürfen und sie werden ausbilden, er im Restaurant-, sie im Hotelfach. In einer Branche, die spätestens seit Corona unter massivem Fachkräftemangel leidet, ist das eine wirklich gute Nachricht für Albstadt.