Aris Rahic ist Chef der „Cucina“ in der Unteren Vorstadt. Foto: Rahic

In der Unteren Vorstadt 37 in Ebingen hat ein neues Restaurant eröffnet, das nicht von ungefähr fast genauso heißt wie der Vorgänger: „Küche“ – auf Italienisch „Cucina“.

Elf Jahre lang haben Giorgios und Eleni Sidiropoulos in der Unteren Vorstadt die „Kouzina“ – das griechische Wort für „Küche“ – geführt; jetzt sahen sie die Zeit für einen Schlussstrich gekommen: Beide haben längst das gesetzliche Rentenalter erreicht – er ist 77, sie 70 – und sich den Ruhestand redlich verdient.

 

Die „Küche“ aber besteht fort, wenn auch sprachlich leicht modifiziert: Aris Rahic, der Nachfolger, mag persönlich bosnische Wurzeln haben, aber handwerklich groß geworden ist er mit und in der italienischen Küche: Fast zehn lang hat der heute 30-Jährige in einem italienischen Restaurant gearbeitet und sich umfassendes Know-how in Sachen Pizza und Pasta angeeignet. In Zukunft wird er in seiner eigenen Küche respektive „Cucina“ zeigen, was er kann. Mit Liebe zur Kochkunst – daher führt die „Cucina“ den Namenszusatz „con amore“.

Freilich nicht die ganze Bandbreite: Das Angebot der „Cucina con amore“ beschränkt sich fürs Erste auf die Antipasti und die „Primi piatti“, welche ohnehin für viele Deutsche der Inbegriff italienischer Kochkunst sind. Von den „Secondi piatti“, den Fisch- und Fleischgerichten, sieht Aris Rahic ab; Saltimbocca oder Piccata milanese findet man auf seiner Speisekarte nicht. Dafür aber eine reiche Auswahl an Antipasti und verschiedenste Variationen von Pizza und Pasta, nichts gewollt Raffiniertes, sondern einfache, reelle italienische Hausmannskost.

Auf dem Foto grüßt der „Commendatore“

Einfach ist auch die Ausstattung – Aris Rahic hat als Dekor Schwarzweißfotos von italienischen Prominenten gewählt: Gleich dreimal ist die junge Sophia Loren zu sehen, auf einem weiteren Bild befördert Filmstar Alberto Sordi genießerisch ein Gabel Spaghetti in seinen Schlund, und dann gibt es da noch ein Gesicht, das wohl die wenigsten kennen werden. Um so eher aber den Namen: Der Herr auf dem Foto ist Enzo Ferrari, der legendäre „Commendatore“ aus Maranello.

Links steht der Chef – rechts genießt Sophia Loren Spaghetti. Foto: Rahic

Die Gaststube bietet für 30 Gäste Platz, der Außenbereich im Sommer für weitere 30 bis 40. Letztere sitzen, da das Restaurant in der Straße zurückgesetzt ist, keineswegs exponiert, sondern sogar recht intim – niemand muss sich wie auf dem Präsentierteller fühlen.

Einen Ruhetag gibt es vorerst nicht

Geöffnet ist die „Cucina con amore“ mittags von 11 bis 14 Uhr und abends von 17 bis 22 Uhr. Und zwar an sieben Tagen in der Woche – vorerst zumindest. Ob er irgendwann doch noch einen Ruhetag einführt und falls ja, wann, das will Aris Rahic von seiner Kundschaft abhängig machen.