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Gastronomie im Schönbuch Wild gekocht im Museum

Von
Schönbuch-Koch Tim Hornung tischt im Schloss Waldenbuch auf. Foto: StN

Beim Schönbuch denken die meisten Menschen an den Wald – nur wenige an kulinarische Genüsse und heimische Produkte. Das soll sich ändern: Die neu gegründeten Schönbuch-Köche verstehen sich als Botschafter für die Kulturlandschaft Schönbuch.

Böblingen - Mit 86 Prozent seiner Fläche besteht der Schönbuch tatsächlich größtenteils aus Wald – 13 Prozent sind aber landwirtschaftliche Fläche. Jetzt haben sich gleich vier Landkreise – Böblingen, Esslingen, Tübingen und Reutlingen – zusammengefunden, um diese Produkte zu bewerben und das Augenmerk auf Restaurants und Gasthäuser zu lenken, die mit Fleisch, Gemüse, Obst und Getreide aus dem Schönbuch kochen. Der Zeitpunkt ist bestens geeignet: Weil der Schönbuch bundesweit zum Waldgebiet des Jahres 2014 gewählt worden ist, werden das ganze Jahr über Touristen und Ausflügler aus nahen und fernen Landstrichen erwartet.

Neun Gastro-Betriebe haben sich bisher zu den Schönbuch-Köchen zusammengefunden, ihr Sprecher ist – ehrenamtlich – der Küchenmeister, Konditor und Kaufmann Andreas Kohler aus Weil im Schönbuch. „Wenn jetzt immer mehr Touristen und Ausflügler kommen, werden sie auch einkehren wollen.“ Dann sollen sie im Internet auf die Schönbuch-Köche stoßen, die sich verpflichtet haben, mit wenigstens vier bis fünf Produkten aus dem Schönbuch zu kochen. „Wenn das später 30 Prozent aller Zutaten sind, wäre das noch besser“, sagt Kohler. Es gibt also noch Luft nach oben und hoch gesteckte Ziele.

Beispiele für Lebensmittel aus dem Schönbuch gibt es genug. Kohler spricht exemplarisch das Schönbuch-Bräu an, für das ausschließlich Braugerste von dort genutzt werde, vor allem aus dem Gebiet Holzgerlingen und Weil im Schönbuch. Oder Ziegenkäse. Oder Backwaren. Oder natürlich Wild-Fleisch. Es stand im Mittelpunkt der ersten öffentlichen Aktion der Schönbuch-Köche.

Anfang Februar tischten sie an einem ungewöhnlichen Ort auf – im Museum für Alltagskultur im Waldenbucher Schloss. Zum Einheitspreis von 37 Euro gab es heimische Säfte, Birnen-Prosecco, Weine und Destillate. Die Speisen wurden im Rahmen eines Walking-Dinners offeriert, also an Stehtischen und ohne Messer zu verspeisen. Die Veranstaltung war Wochen vorher ausgebucht, 230 Gäste, die noch Karten bekamen, schmausten Schönbuchwürstchen im Blätterteig mit Zwetschgen-Senf-Dip, Bällchen vom Wildschwein und Apfelküchlein.

Zweimal pro Jahr – so Andreas Kohler, sind solche Verköstigungen durch die Schönbuch-Köche geplant, mal soll die Kartoffel in aller Munde sein, mal Rindfleisch „vom Bäckle bis zum Ochsenschwanz“. Vorbild für die Schönbuch-Köche sind die Heckengäu-Köche, die sich schon vor Jahren zusammengefunden haben. Das Terrain der Schönbuch-Köche soll sich dem Aichtal entlang erstrecken. Vorgestellt wurde ihr neues Bündnis von den Landkreisen bereits auf der Intergastra und der CMT. „Landschaftspflege mit Messer und Gabel“ nennt Andreas Kohler das Motto. Die Qualität der Produkte im Schönbuch spreche für sich, kurze Wege seien Garant für Frische.

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