Vorne das neue DEKRA-Hotel in Wart, hinten das bekannte Congress Centrum Foto: Nico Herrmann

Bis zu 1000 Menschen können im DEKRA Congess Centrum in Wart tagen und versorgt werden. In diesem riesigen Gastro-Betrieb hat sich viel geändert. Neues Hotel inklusive.

Die Liste der Kunden ist prominent besetzt. Große Wirtschaftsunternehmen wie Boysen halten hier ihre Tagungen ab. Banken, Ministerien sind genauso in Altensteig-Wart zu Gast wie Yoga-Influencer oder die ProWin-Jahresversammlung.

 

Das DEKRA Congress Centrum in Wart ist der Tagungs-Hotspot im Nordschwarzwald. Mit einem Einzugsbereich, der ganz Baden-Württemberg umfasst und bis in die Schweiz reicht. Bis zu 1000 Personen kann das Team um Direktor Michael Boucher und Küchendirektor Jan Theuerkauf aktuell gleichzeitig versorgen.

Doch um für die weitere Zukunft gerüstet zu sein, hat sich im und rund um das Centrum in den vergangenen Jahren viel verändert. Begonnen hat das nach der Corona-Pandemie. Und zwar mit dem Ende eines prestigeträchtigen Engagements: Das Catering für die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft DTM ist schon seit Jahren Geschichte. „Das war eine klare Entscheidung“, erinnert sich Küchendirektor Jan Theuerkauf im Gespräch mit der Redaktion. Man wollte sich seitens der DEKRA auf den Standort Wart konzentrieren.

Im Congress Centrum können bis zu 1000 Gäste tagen. Foto: Bernklau

Ein entscheidender Punkt in der Neuausrichtung war der Direktorenwechsel hin zu Michael Boucher. Danach stand die Modernisierung des Congres Centrums im Mittelpunkt. Es gab eine neue Küche und ein neues Bistro im Centrum. Die Tagungsräume und die Tagungstechnik wurden modernisiert, Photovoltaik hielt Einzug, darüber hinaus auch noch E-Ladesäulen.

Von 50 Zimmern im Sonnenbühl getrennt

Über die Jahre hat sich aber ein ganz anderer Umstand als problematisch herausgestellt. Die DEKRA hatte in Wart zu wenige Zimmer für die Kongress-Teilnehmer, die am Ort des Kongresses übernachten wollten. Teilweise habe man deshalb Gäste bis nach Herrenberg ausquartieren müssen, erzählt Jan Theuerkauf. In unmittelbarer Nähe habe man dafür noch im Sonnenbühl 50 Zimmer angemietet gehabt. Doch nach dem dortigen Brand im vergangenen Jahr habe man sich von diesen Zimmern getrennt. „Die waren einfach zu heftig in Mitleidenschaft gezogen“, erinnert sich Theuerkauf.

Jan Theuerkauf ist Küchendirektor bei der DEKRA – hier am Kühlraum für Fleisch in den Katakomben des Zentrums. Foto: Bernklau

Schon viel früher entschloss man sich bei der DEKRA, das Übernachtungsproblem richtig anzugehen. Man beschloss den Bau eines eigenen Hotels in unmittelbarer Nähe des Congress Centrums. Nach der Freigabe aus Stuttgart ging es in Wart mit den Bauarbeiten los. Am 16. März 2020 wurde eröffnet – pünktlich zum Corona-Lockdown.

Hotel soll am Ende gut 180 Zimmer haben

Doch davon ließ man sich nicht beirren. Inzwischen hat das neue DEKRA-Congesshotel Wart 124 Zimmer. Nach einer weiteren Erweiterung sollen es gut 180 sein. Darüber hinaus sollen auch noch komplett neue Tagungsräume entstehen. 2027 soll der Komplex fertig sein.

Im Congress Centrum gibt es inzwischen sogar eine Fitness-Ecke. Foto: Bernklau

Rund 140 Mitarbeiter, darunter zwölf ausgelernte Köche, eine Bäckermeisterin und eine Konditorin, kümmern sich um das Wohl der Gäste. Personalprobleme , so Jan Theuerkauf, kenne man im Gegensatz zu anderen Gastronomiebetrieben eigentlich nicht, verrät er.

Doch Congress Centrum und Hotel sind nicht die einzigen Standbeine der DEKRA in Wart. Vor 14 Jahren hat man das urige Gasthaus „Joggel“ in Ebhausen-Wenden gepachtet und – vor allem in den letzten Jahren – inhaltlich wie baulich richtig weiterentwickelt.

Seit einigen Jahren hat man auch in Nagold gastronomisch einen Fuß in der Tür. In der Mensa des Textilfachschule hat man die „Texeria“ etabliert, die nicht nur täglich ein Stammpublikum, sondern auch Gäste von außerhalb anzieht.