Anna-Lena Bitsch (21, links) belegt bei den Jugendmeisterschaften den dritten Platz bei den Restaurantfachleuten, und Luca Plavotic (23, rechts) holt sich bei den Jugendmeisterschaften der Dehoga den dritten Platz bei den Köchen. Foto: mm-studio

Zwei Auszubildende aus Donaueschingen kommen bei den Jugendmeisterschaften der Dehoga in der Endrunde aufs Treppchen.

Einen doppelten Erfolg hat es für den Öschberghof in Donaueschingen bei den Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften in den Ausbildungsberufen des Hotel- und Gaststättengewerbes gegeben: Anna-Lena Bitsch (21) belegte den dritten Platz bei den Restaurantfachleuten, Luca Plavotic (23) wurde Dritter bei den Köchen. „Wir gratulieren den beiden Nachwuchskräften und ihrem Ausbildungsbetrieb ganz herzlich zu diesem großen Erfolg“, freute sich Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Baden-Württemberg, laut einer Mitteilung mit den Preisträgern.

 

Der Dehoga ist Veranstalter des Nachwuchswettbewerbs. Laut Engelhardt sind die jungen Leute weit entfernt von den Klischees über die Generation Z. „Bei diesen Auszubildenden gilt der Fokus nicht der bestmöglichen Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf. Im Gegenteil. Diese beiden wollen etwas bewegen. In ihrem Beruf, in ihrer Zukunft. Und damit auch in unserer Branche.“

Qualifikation durch Theorie

Die Teilnehmer der Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften werden auf Vorschlag ihrer Ausbildungsbetriebe oder ihrer Berufsschulen nominiert. Sie befinden sich im dritten, ihrem letzten Ausbildungsjahr und sind höchstens 29 Jahre alt. Die Anforderungen entsprechen denen einer Abschlussprüfung. Für die Endrunde in Bad Überkingen hatten sich die Teilnehmer mit einer digitalen Theorieprüfung qualifiziert. Beinahe 80 Nachwuchskräfte waren in der Vorrunde; rund 40 Teilnehmer kamen in die Endrunde der besten angehenden Köche, Restaurant- und Hotelfachleute, Fachleute für Systemgastronomie, Fachkräfte Gastronomie und Hotelkaufleute aus dem ganzen Land. Bewertet wurden die Leistungen von einer Jury, die sich aus Fachlehrern der vier Landesberufsschulen für das Gastgewerbe sowie erfahrenen Praktikern der Hotellerie und Gastronomie zusammensetzt.

Finale in praktischer Form

Das Finale fand in Form praktischer Prüfungen statt. Dabei gab es neben fachlichen Aufgaben – beispielsweise eine Sensorikprüfung mit sechs Obstbränden bei den Restaurantfachleuten – auch Aufgaben, die die Bedeutung der Service-Kompetenz unterstreichen. So gehört das Führen eines Verkaufs-, Beratungs- oder Reklamationsgesprächs, teilweise in englischer Sprache, zum festen Bestandteil des Wettbewerbs bei den Hotel- und Restaurantfachleuten.

4 Gänge Menü mit Pflichtzutaten

Die Köche bereiteten ein viergängiges Menü zu, das sie aus einem Warenkorb zusammenstellten. Neben rund 140 Wahlzutaten gehörten zu den Pflichtzutaten unter anderem Seezunge, Spargel, Morcheln, Lamm, Himbeeren und weiße Schokolade. Die Menüs wurden Ehrengästen von den Restaurantfachleuten serviert. Bestandteil war außerdem die Warenerkennung, bei der 20 Produkte oder Gegenstände korrekt bezeichnet werden mussten. Das waren zum Beispiel Kräuter, Fisch, Früchte, Werkzeuge, Geschirr oder Gläser.

Gastgewerblicher Ausbildungsberuf

Rund 6000 Jugendliche
lernen derzeit in Baden-Württemberg einen gastgewerblichen Ausbildungsberuf – und fast überall im Land sind noch freie Lehrstellen zu besetzen. Informationen über Ausbildungs- und Karrierechancen im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es im Internet unter www.wir-gastfreunde.de.