Die Familie Kalludra aus Geislingen hat das ehemalige chinesische Restaurant „Am Schloss“ in „Bella Balkania“ umgetauft. Bürgermeister Oliver Schmid (zweiter von rechts) kam zur Eröffnung am Mittwoch vorbei. Foto: Kalludra

In Geislingen wird inzwischen keine chinesische Küche mehr serviert, sondern es gibt Gerichte aus Italien und vom Balkan. Die Familie Kalludra wagt sich in die Gastronomie.

Den schönen Balkan bringt die Familie Kalludra kulinarisch ab sofort nach Geislingen, wie der Name „Bella Balkania“ verspricht. Und wer die mediterrane Küche bevorzugt? Auch der wird fündig. „Die Geislinger müssen nicht nach Italien, sie können es hier erleben“, sagt Valdet Kalludra.

 

Die in Geislingen wohnhafte Familie hat sich für ihre Gäste ein Konzept überlegt, in dem wohl viele Geschmäcker fündig werden können. Aktuell liegt der Fokus auf den italienischen Klassikern. Pizza und Pasta? Das geht bekanntlich immer. Eigens dafür wurde die Küche mit einem Pizzaofen ausgestattet. Auch eine Teigmaschine ist hinzugekommen.

Am Herd steht ein Doppelgespann mit europäischen Einflüssen. Koch Saber El Harrar Ahkam kommt aus Barcelona und hat sich kulinarisch nicht nur in seiner spanischen Heimat bewiesen, sondern auch bereits am Bodensee. Die Geislinger konnten ihn inzwischen jedoch für sich gewinnen. „Hier versuche ich einen Neuanfang. Die italienische Küche hat Ähnlichkeit mit der spanischen. Das musst du mit Liebe machen“, sagt El Harrar Ahkam. Vollkommen wird das Team mit seinem italienischen Kollegen, der seit über 20 Jahren als Koch arbeitet. „Die Rezepte sind traditionell – wie von Oma.“

Doch dabei soll es nicht bleiben. Ein Koch aus der Heimat der Kosovo-Albaner ist bereits in Aussicht. Bis dieser seine Töpfe und Pfannen in der Küche aufstellt, ist es also nur noch eine Frage der Zeit. „Es gibt viele Sachen mit viel mit Fleisch“, stellt Valdet Kalludra in Aussicht. Als namhafte Gerichte gelten Ćevapčići, Pljeskavica oder Skanderbeg.

Koch aus Albanien in Aussicht

Und wem das alles zu exotisch ist, der findet auch die altbekannten Lieblinge der Deutschen wieder. Da darf beispielsweise das Schnitzel mit Pommes natürlich nicht fehlen.

Ehemals befand sich in den Räumlichkeiten in der Alleenstraße das chinesische Restaurant „Am Schloss“. Davon zeugen noch die Drachenstatuen vor der Tür – die jedoch bald schon zu Bekannten in die Schweiz auswandern dürfen. Ebenso hat sich die Inneneinrichtung gewandelt.

Die Familie erwarb bereits im Jahr 2024 das Gebäude. Die oberen Etagen haben sich zu zwei Mietwohnungen entwickelt. Drei Fremdenzimmer sind den Mitarbeitern des Restaurants vorbehalten.

„Bella Balkania“ will als Familienunternehmen durchstarten. Jetmire Kalludra dürfte den bisherigen Gästen wohl vertraut sein, da sie 20 Jahre lang im China-Restaurant angestellt war. Sohn Bajram Kalludra will die Leitung der Einrichtung übernehmen.

Doch die Familie ist groß. Vater Valdet Kalludra ist auch am Start, ebenso wie drei Töchter und zwei Schwiegersöhne. Die jüngsten Zwillingssöhne sind noch in der Schule. Der eine träumt bereits jetzt davon, nach seinem Realabschluss als Koch durchzustarten.

Die Zukunft des „Bella Balkania“ scheint also gesichert. Generell liegt Optimismus in der Luft. So sagt Jetmire Kalludra: „Das Restaurant hat einen guten Ruf und ich kenne die Gäste schon seit Jahren. Die Leute sind neugierig auf was Neues.“