Paula de Pelegrini Frigo, 36, und ihr Ehemann Pedro Frigo , 39, führen als neue Inhaber das traditionsreiche Eiscafé in der Burladinger Josengasse weiter. Die beiden sympathischen Gastronomen wohnen auch hier, zusammen mit Söhnchen Leonardo. Foto: Matthias Badura

Aus dem Eiscafé „Puro“ in der Burladinger Josengasse wird das „Leo Eis- und Kaffeehaus“. Nahezu ganzjährig geöffnet, auch mit warmen Speisen. Der Eröffnungstermin steht fest.

Das Eiscafé in der Burladinger Josengasse, nahe des Fehla-Quelltopfes idyllisch gelegen, schloss jüngst seine Türen. Man war verunsichert: Wie würde es dort weitergehen? Die endgültige Schließung wäre ein Verlust für die Stadt. Nun ist die Nachfolge von Christian Spinazze – er übernahm den Betrieb im Jahr 2021 – geregelt. Etwas überraschend: Schon am Samstag, 17. Januar, öffnet das Café nach kurzer Pause neu.

 

Unter der Leitung von Paula de Pelegrini Frigo und ihrem Ehemann Pedro Frigo. Wie die beiden bei einem Besuch unserer Redaktion erzählten, seien sie „italo-brasilianischer“ Abstammung. Sie wuchsen in der südbrasilianischen Stadt Santa Catharina auf. Doch lebten sie viele Jahre in Deutschland, kehrten dann zwar in die Heimat zurück, hätten sich schließlich aber entschieden, wieder herzukommen, um ein eigenes Geschäft, „ein eigenes Projekt“ zu eröffnen.

In der Eis- und Cafébranche kennen sich beide schon immer aus. Als sie ab 2018 im Hechinger „Piccola Venezia“ arbeiteten, lernten sie den Inhaber des Burladinger Eiscafés „Puro“ in der Josengasse kennen: Christian Spinazze.

Da bahnte sich der „Wechsel“ an

Er trug sich 2024 mit dem Gedanken, seinen Betrieb in der Fehlastadt abzugeben, um neuer Inhaber des „Piccola Venezia“ in Hechingen zu werden.

Da bahnte sich der „Wechsel“, wie man sagen darf, an. Das Paar war bereits im vergangenen Sommer im „Puro“ beschäftigt. Sie seien von Beginn an angetan von der Lage und dem Ambiente des Lokals gewesen, sagen sie.

Zudem von der Stadt, „die wir als ruhig und sehr herzlich erfahren“ – ideal auch, um hier mit Söhnchen Leonardo (3) zu leben. „Als sich die Chance der Übernahme ergab, ging alles ziemlich schnell. Wir haben nicht lange überlegt.“

Die Neuerung: eine „Winterkarte“

An der Ausstattung des 2021 komplett renovierten Eiscafés soll sich nichts ändern. „Der Raum und die Terrasse bleiben so, wie die Gäste es kennen und mögen.“ Ebenso wenig verändert sich etwas an den Eisrezepten aus hochwertigen Naturprodukten ohne Aromastoffe. „Die Kunden haben uns klar gesagt, dass sie das so wollen.“

Gleichwohl gibt es Neuerungen: Eine „Winterkarte“ mit Apfelstrudel, Kuchen, Waffeln, Flammkuchen und Pinsas. Testlauf – alles ausverkauft. Ihre Pinsas testeten sie jüngst auf dem Burladinger Weihnachtsmarkt. Ergebnis: „Wir waren komplett ausverkauft.“ Nun hoffen die beiden, „dass unser ,Leo Eis- und Kaffeehaus’ zu einem Treffpunkt für Familien, Freunde, Nachbarn und Touristen wird, wo man lacht, genießt und einfach ein wenig zur Ruhe kommt.“ Wichtig sei es ihnen, ein Stück Burladinger Flair und lokaler Tradition zu erhalten.

Wie sie schnell erfuhren, besitzt das Lokal eine lange und glanzvolle Vergangenheit. Die Eröffnung an diesem Samstag, 17. Januar, wird mit kleinen Überraschungen und Kostproben gefeiert. Den Vorwurf der Neugierde erheben die beiden nicht: Wer sich umschauen und die neuen Inhaber persönlich kennenlernen möchte, ist am Samstag herzlich willkommen.

In den Tagen, Wochen und Monaten danach natürlich auch. Ach ja, der Familienname Frigo bedeutet ins Deutsche übersetzt: Kühlschrank, abgeleitet von frio – kalt. Kein schlechter Name für die Anbieter von von herrlich kalten Eisspezialitäten.