Caro Wahl (rechts) und Helen Priester verwandeln den Winter über das Eiscafé Venedig in den Food-Laden „Eden“. Foto: Silke Thiercy

Das Eiscafé Venedig am Balinger Marktplatz ist in der Winterpause. Ruhig zu geht es dort trotzdem nicht: Die Gelateria verwandelt sich bis zum Frühjahr in einen Pop-up-Store.

Eis wird im „Eden“ nicht geschleckt: Auf der Speisekarte stehen Bowls, Snacks und Kuchen. Caro Wahl und Helen Priester wollten eigentlich nur die Küche des Eiscafés anmieten, um den Catering-Wünschen ihrer Kunden nachzukommen.

 

„Wenn wir sowieso Miete zahlen, dann können wir auch den kompletten Laden nutzen“, erklären die beiden. Und berichten auch, dass sie eigentlich längst einen Laden in Balingen hätten eröffnen wollen, in einer ehemaligen Garage am „Alten Markt“.

Seit zwei Jahren wird der neue Laden saniert

Doch wie viel Arbeit in der Sanierung steckt und wie zäh es mit den Genehmigungen gelaufen sei, damit hätten die beiden nicht gerechnet.

Zwei Jahre sind es nun, in denen Kunden nach einem festen Standort und einer Location fragen, die sie für kleine Feiern oder Businesslunches mieten können.

Bislang war Caro Wahl übrigens in Bisingen ansässig. Dort hatte sie 2021 direkt an der Hauptstraße das „Deli“ eröffnet.

„Wir machen trotz Pop-up-Store Catering“

Die beiden Frauen respektive ihr Angebot sind gefragt. „Wir machen trotz Pop-up-Store weiterhin Catering.“ Die Auftragsbücher scheinen gut gefüllt, weswegen das „Eden“ – so heißt die Firma der beiden – auch nicht an allen Tagen geöffnet haben wird. Und nach der Winterpause ist Schluss. So funktioniert das Modell der Pop-up-Stores.

Anbieten wollen sie ausgewogene Bowls, möglichst saisonal und mit regionalen Zutaten hergestellt. Dass das funktioniert, habe ein Testballon bei den Edeka Koch Märkten gezeigt. „Innerhalb von zwei Stunden haben wir mehr als hundert Portionen verkauft“, berichtet Caro Wahl.

„Man muss sich einfach mal rantrauen“

Eine Manufaktur stellt eigens für das „Eden“ Gewürzmischungen her. Auf Weizenmehl verzichten die beiden Frauen bei der Zubereitung nach Möglichkeit, auf Zucker sowieso. „Aber ganz so dogmatisch sind wir nicht unterwegs“, erklärt Helen Priester.

Den beiden Macherinnen ist durchaus bewusst, dass sie mit dem Minilokal in der Balinger Innenstadt ein „großstädtisches Konzept“ in die Eyachstadt holen. „Man muss sich da einfach mal rantrauen“, sind sie sich einig. Wann es losgeht? Das werden die beiden in den sozialen Medien, zum Beispiel Instagram, kommunizieren.