Seit mehreren Stunden weiträumig abgesperrt sind Teile der Ebinger Innenstadt am Dienstagmittag. Das ist der Stand der Dinge.
Im Großeinsatz sind nach wie vor Rettungskräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und Rettungsdienst am Dienstagmittag im Bereich Untere Vorstadt in Ebingen. Dort hat eine Baufirma gegen 12 Uhr bei Bauarbeiten eine Gasleitung angebohrt und beschädigt. Daraufhin wählte das Unternehmen selbst den Notruf. Wie lange die Sperrung andauert, ist derzeit unklar.
Weil die Beschädigung nicht sofort abgedichtet werden konnte, wurden die umliegenden Gebäude von Polizei und Feuerwehr vorsorglich geräumt und der betroffene Bereich weiträumig abgesperrt, wie die Polizei in einer Pressemitteilung am Nachmittag informierte. Verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand.
Betroffen sind neben der Unteren Vorstadt und der Schmiechastraße unter anderem auch Teile der Bleiche-, Garten- und Bahnhofsstraße. Mit Flatterband und Absperrschranken werden Passanten daran gehindert, den abgesperrten Bereich zu betreten. Betroffen ist auch der Kurt-Georg-Kiesinger-Platz. Busse können die zentrale Haltestelle im Ebinger Zentrum nicht mehr anfahren.
Die evakuierten Personen wurden zunächst von den Einsatzkräften ins Freie begleitet und in die Ebinger Festhalle gebracht. Dort werden sie vom DRK betreut. Die Betreuungskapazität des DRK waren für 50 bis 70 Personen vorbereitet. Jedoch seien diese Plätze nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden, wie Stadtsprecherin Mona Lehmann mitteilt.
Einsatz zieht sich wohl noch
Der DRK Kreisverband Zollernalb betonte in einer Pressemitteilung zudem, dass seine Einsatzkräfte nicht nur die Betreuung der Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der Stadtverwaltung übernehmen, sondern auch für die sanitätsdienstliche Absicherung der Einsatzkräfte Sorge tragen. DRK-Einsatzleiter Heiko Lebherz informierte weiter, dass rund 20 DRK-Einsatzkräfte vor Ort seien. Er erwartete am Dienstag gegen 15.40 Uhr, dass sich der Einsatz wohl noch ziehen werde.
20 Personen in der Festhalle
Zu jener Zeit waren rund 20 Personen in der Festhalle, die vom DRK mit Speisen und Getränken versorgt wurden. Anlaufstelle war die Festhalle auch für Anwohner, die dort von der Polizei registriert wurden. Das DRK hält sein Angebot für die Dauer des Einsatzes aufrecht, versicherte Lebherz.
Warn-App Nina informiert
Zwischenzeitlich warnt auch die Warn-App Nina vor Gasaustritt in Ebingen. Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten; Lüftungs- und Klimaanlagen sollen abgeschaltet werden. Es sollen keine brennenden Zigaretten oder Streichhölzer weggeworfen werden.
Die Sperrungen sorgen auch für Verkehrsbehinderungen. Im Laufe des Einsatzes musste auch der Ebinger Westtangententunnel halbseitig gesperrt werden. Staus bilden sich im Feierabendverkehr in Richtung Europaplatz und an der Bitzer Steige.