Die meisten Becken im Badepark werden bereits heute von der Sonne beheizt. Foto: Fritsch

Die sich zuspitzende Energiekrise führt auch beim Badepark in Nagold zu Einschränkungen. Unter anderem werden die Wassertemperaturen gesenkt.

Nagold - Nachdem vor einem Monat vom Bundeswirtschaftsministerium die Alarmstufe Gas offiziell ausgerufen wurde, reagiert auch die Stadt Nagold, indem sie eigenen Angaben zufolge den Erdgasverbrauch in ihren Bädern reduzieren will.

Dazu teilt die Stadt mit: "Deutschland droht die Gasmangellage mit derzeit nicht absehbaren Folgen. Höchste Zeit, Vorkehrungen zu treffen und vor allem: möglichst viel Erdgas einzusparen."

Erste Maßnahmen

Und so kündigt die Stadtverwaltung "erste Maßnahmen" an. Im Blickfeld liegen dabei die beiden Bäder. Abgesegnet wurden die Einsparungen zudem vom Technischen Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Laut Mitteilung der Stadt wurden die Duschtemperaturen im Badepark Nagold bereits deutlich gesenkt: von 43 auf 33 Grad Celsius. Nun sollen weitere Maßnahmen folgen. Die mit Gas beheizten Duschen werden komplett außer Betrieb genommen. Ausschließlich die Solarduschen will man noch weiter betreiben.

Zudem werden die Wassertemperaturen gesenkt – zumindest in jenen Bereichen, wo zugeheizt werden muss. Das Innenbecken soll um zwei Grad gesenkt werden, das Warmaußenbecken nur um ein Gad Celsius. Letztlich kommt dem Badepark in Nagold aber nun zu Gute, dass ein Großteil der Freibadbecken bereits jetzt unabhängig vom Gas beheizt wird. Das Attraktionsbecken, das Schwimmerbecken und auch das Planschbecken werden über Solarthermie beheizt – "und sind somit unabhängig vom Gas".

Was ist mit dem Lembergbad?

Die Stadt Nagold besitzt neben dem Badepark auch noch ein Lehrschwimmbecken auf dem Lemberg. Dort soll zunächst alles beim alten bleiben. Zudem ist das Lehrschwimmbecken eh ab nächster Woche über die Sommerferien vom 28. Juli bis 11. September geschlossen.

Die Stadt Nagold teilt weiter mit: "Solange Deutschland sich mindestens in der Alarmstufe Gas befindet, möchte die Stadt Nagold mit diesen Maßnahmen ein Zeichen setzen." In dieser angespannten Lage zähle jede eingesparte Kilowattstunde. Und: "Weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung behält sich die Stadtverwaltung vor."