Die Fassade am Gartenschul-Gebäude Richtung Schulhof soll im Laufe des Jahres fertiggestellt werden. Noch ist die Baustelle aber deutlich erkennbar. Foto: Mareike Kratt

Auch wenn die Generalsanierung schon seit Langem abgeschlossen ist, herrscht rund um die Gartenschule immer noch einer Dauerbaustelle. Seit mehr als drei Jahren schon wird an der Fassade gearbeitet. Wann ist endlich ein Ende in Sicht?

Der Anblick ist eigentlich schon zur Gewohnheit geworden, auch wenn er kein schöner ist: Seit Jahren ist irgendein Gebäudeteil der Gartenschule hinter dem Marktplatz stets eingerüstet, seit Jahren schon stehen Baugeräte, Kran & Co rund um den Schulhof.

 

Genauer gesagt: Seit dem Jahr 2017, als die Generalsanierung und Erweiterung der Schwenninger Grundschule begann, herrscht an der Gartenschule ein Bau-Ausnahmezustand.

Doch die eigentliche aufwendige Erweiterung der Gartenschule zum Ganztagsbetrieb durch Sanierung des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses samt Turm ist bereits seit 2020 abgeschlossen. Was dann am seit 1909 bestehenden Hauptgebäude noch folgen sollte, galt vielmehr als letzter Sanierungsschliff, um das Gesamtbild der Schule aufwerten zu können. Allen voran waren es Lehrer, Schüler und Eltern, die sich für die Sanierung der Außenfassade plus Fenster stark gemacht hatten, musste doch laut ihnen das Hauptgebäude durch den Erweiterungsbau zuletzt hinten anstehen.

Noch immer ist Geduld gefragt

Und noch immer müssen sich die Hauptinitiatoren in Geduld üben, die Gesamtmaßnahme scheint sich wie Kaugummi zu ziehen. Noch immer ist die Gebäudefront Richtung Schulhof hin mit Gerüst und blauen Bannern eingezäunt, auch in den Schulferien wird gearbeitet. Während die Fenster sowie die Fassade an der Westseite der Schule bereits im ersten Bauabschnitt saniert wurden und seit rund zwei Jahren fertig sind, laufen aktuell aufwendige Außenputzarbeiten an der Schulhof- sowie an zwei Giebelseiten, teilt die Pressesprecherin der Stadt Villingen-Schwenningen, Madlen Falke mit.

Reliefsanierung wird gefördert

Neben dem Fassadenputz und dem damit verbundenen Gerüstbau steht für die Handwerker zudem die Sanierung der umlaufenden „Gesimsbleche“, die Dachreparatur mit Ziegeln und Dachbleche, der Sanierung der Regenrinnen und Regenfallrohre auf dem Programm. Auch die Sanierung des Kalkstuckreliefs an der oberen Wand neben dem Haupteingang der Gartenschule ist in den Arbeiten mit inbegriffen. Für dessen Restaurierung hatte die Stadt übrigens im Jahr 2022 im Rahmen des Denkmalförderprogramms des Landes 29 000 Euro erhalten.

Was laut Madlen Falke in den kommenden Wochen noch folgen werde, ist die Sanierung der beiden Turmaufbauten sowie des Eingangselements am Haupteingang.

Die Gründe für die Dauer

Warum zieht sich die Maßnahme an der Außenfassade überhaupt so lange hin? Die Sanierung erfolge analog der im städtischen Haushalt zur Verfügung stehenden Finanzmittel, nennt die Stadt-Pressesprecherin als Grund. Dazu komme – in Bezug auf das Kalkstuckrelief - eine intensive Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde mit Einbezug eines Restaurators.

Die hintere Seite des Gartenschul-Gebäudes an der Gartenschule erstrahlt bereits in neuem Glanz. Foto: Mareike Kratt

Im Gespräch mit unserer Redaktion macht die scheidende kommissarische Schulleiterin der Gartenschule, Gabriele Kimmig, derweil deutlich, dass ein baldiges Ende der Dauerbauerstelle wichtig ist, um Normalität rund um die Grundschule zu bringen – und wieder mehr Platz. Denn vor allem durch die Fahrzeuge sei der Schulhof, der in den Pausen von den Schülern genutzt wird, deutlich kleiner geworden. Auch an Grün mangele es.

Im Laufe des Jahres soll alles fertig sein

Sind Hoffnung und der Kenntnisstand der Schulleiterin, dass die Arbeiten bis zum Beginn des neuen Schuljahres fertig gestellt sind, berechtigt? „Wir rechnen damit, dass wir die Maßnahme im Laufe des Jahres abschließen können“, prognostiziert hingegen Madlen Falke.