Peter Frittmann war der Badener auf der Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn. Als Gästeführer hatte er unzählige Begegnungen, an die er sich noch lange erinnern wird.
143 Tage hat sie gedauert, die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn, nun ist sie vorbei. Die Eindrücke bleiben. Auch bei Peter Frittmann aus Graben-Neudorf bei Karlsruhe. Er war von Beginn an dabei und hat als ehrenamtlicher Gästeführer nicht nur zahlreiche Gruppen über das Gelände geführt, sondern auch seinen Beitrag zur schwäbisch-badischen Freundschaft geleistet.
„Der Badener ist wieder da!“ So haben seine schwäbischen Ehrenamtskollegen den engagierten Gästeführer stets begrüßt. Zahlreiche Bekanntschaften sind in der Gartenschauzeit entstanden. „Die Gartenschau war ganz toll, die Menschen waren ganz super, und ich habe viele Freunde und nette Kontakte gefunden“, sagt Peter Frittmann.
Ein kleines Leuchten tritt in seine Augen, wenn er sich an die vielen schönen Momente erinnert, und er wird auch nicht müde zu betonen, wie viel ihm die ehrenamtliche Arbeit gebracht hat. „Mein schönstes Erlebnis war eine Gruppe aus Ehingen, die in der Michaelskirche in Friedrichstal als dreistimmiger Chor für mich gesungen hat“, sagt er.
Auch seine Frau hat das „Tal X“ ins Herz geschlossen
Frittmann war stets mit Empathie und Begeisterung unterwegs. So gab es etwa einen Rollstuhlfahrer, den er zum Taxi begleitet hat. Oder „die Heidi aus Stuttgart“, die erstmals ohne ihren verstorbenen Mann ganz alleine bei einer größeren Veranstaltung war – und sichtlich überfordert. Frittmann hat sie einfach spontan mit auf seine Führung genommen.
Oft an seiner Seite war auch seine Frau Ilona, die aus der badischen Heimat mitgereist war und die Gegend um Freudenstadt und Baiersbronn schnell ins Herz geschlossen hat. „Wir haben im Spiegelzelt meinen Geburtstag gefeiert, das war ein besonderes Erlebnis“, schwärmt sie.
Ihr Mann kann sich gut an ein starkes Gewitter in den ersten Wochen der Gartenschau erinnern. Das „Xentrum“ sei überschwemmt worden. Aber auch die rund eineinhalb Stunden Wartezeit konnte er für seine Gruppe mit seinem Wissen und seinen Geschichten gut gestalten. „Im Vorfeld hatte ich mich extra intensiv über die Gegend hier erkundigt, bin alles mit dem Fahrrad abgefahren und habe einiges über die Geschichte des Tals gelernt“, erzählt Peter Frittmann.
Bank und ein roter Schuh ziehen in seinen Garten
„Du bist aber kein Schwabe!“ Das habe er oft gehört und sich dann gefreut, auch aus seiner Heimat berichten zu können. „Ich habe immer auch daheim Werbung für die Gartenschau hier gemacht, und viele sind gekommen, um sich alles anzuschauen“, berichtet er. Einige Andenken an die Gartenschau „Tal X“ kommen mit in den heimischen Garten – eine Bank und ein roter Schuh werden das Ehepaar Frittmann stets an die schönen Momente erinnern.
„Nach der Gartenschau ist vor der Gartenschau“, stellt Frittmann nun lachend fest – und hat natürlich schon die nächsten Ziele im Visier. „In zwei Jahren möchte ich in Neustadt an der Weinstraße wieder als ehrenamtlicher Helfer dabei sein, und mal schauen, was ich nächstes Jahr so mache“, sagt er. Ellwangen, wo die Landesgartenschau 2026 stattfindet, sei ein wenig weit, doch vielleicht finde sich ein Weg, zumindest als Besucher.
Ehrenamt hält Gesellschaft zusammen
Die Kontakte nach Baiersbronn und Freudenstadt – zu Hans, dem Schindelmacher, zu Karlheinz vom „Ständle“ oder zu Hans-Peter vom Platzmeisterhaus – will er halten und immer mal wieder auf ein Treffen ins Forbachtal zurückkehren. Auch mit Gästeführerin Iris aus Baiersbronn, die regelmäßig Mika im Karlsruher Zoo besucht, hat er sich angefreundet.
„Es müssen sich viele ehrenamtlich engagieren“, davon ist Peter Frittmann überzeugt. „Denn das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft intakt.“