Teil der Gartenschau ist die Bewirtung durch Einheimische. Für die kommenden Monate übernimmt aus diesem Grund das Team des Café Pause das Backhäusle in Friedrichstal.
Das Backhäusle in Friedrichstal ist der Mittelpunkt des Ortes. Um dessen Erhalt kümmert sich die 1990 gegründete Dorfgemeinschaft Friedrichstal. Regelmäßig trifft sich in dem historischen Gemäuer der Backhausverein. In den kommenden Monaten aber wird das Backhaus während der Gartenschau an das Café Pause aus Freudenstadt verpachtet.
„Wir haben uns sofort in den Platz verliebt und den Charme hier gesehen“, erklärt der Geschäftsführer des Café Pause, Claus-Dieter Wetzel. Der gelernte Konditormeister ist bereits seit 40 Jahren im Geschäft. Seine Familie und seine Mitarbeiter werden ihm auch in den kommenden Monaten bei der Bewirtung des Backhauses helfen.
Mehrfach ausgezeichnete Pralinen
Seit Februar liefen die Vorbereitungen: Dabei wurde der Innenhof des alten Backhauses gedampft, neu verfugt, die Tische wurden abgeschliffen, eine Spülmaschine eingebaut, die Innenräume dekoriert und nebenbei noch das Café Pause weitergeführt: „Ja, das war viel Arbeit“, bestätigt der 58-Jährige. Fast vier Monate später wurde das Backhaus eröffnet. Mit einer kleinen Feier, sogar noch einige Tage vor dem offiziellen Startschuss der Schau.
Vielfältige Speisen, Getränke und süße Leckereien werden in den kommenden Monaten im Backhäusle angeboten: Von leichtem Frühstück über deftige Speisen bis hin zu selbst gemachten Kuchen und Torten gibt es eine umfangreiche Speisekarte. Neben der Schwarzwälder Kirschtorte müsse man unbedingt das Schwarzwälder Langholz probieren, eine mehrfach ausgezeichnete Pralinenspezialität, sagt der Chef. „Die gibt es auch nur bei uns“, erklärt der Konditormeister stolz.
Natürlich sei, wie auch im Café Pause, alles selber gemacht. Bei einigen Speisen habe man auch versucht, sie thematisch an das historische Ambiente des Backhauses anzupassen. Im Innenbereich gebe es sogar noch den Originalofen. Man könne ihn nur aktuell wegen der umfangreichen Auflagen nicht benutzen, erklärt er.
Kleinere Events geplant
„Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate“, sagt Wetzel. Unweit der „PicknicX-Wiese“ liegt das Backhaus. Direkt neben der Lokalität sei eine der Shuttle-Haltestellen, außerdem könnten Besucher der Gartenschau auch einfach mit der S-Bahn, dem Fahrrad oder auch zu Fuß zu ihnen gelangen, sagt Wetzel. Da das Backhaus zwar direkt am Gelände, aber außerhalb des abgezäunten Bereichs liege, könne man auch ohne Tages- oder Dauerkarte „auf ein Aperölchen vorbeikommen“, sagt Wetzel und grinst.
In den insgesamt 143 Tagen der interkommunalen Gartenschau plane er außerdem kleinere Events mit Musik „oder auch vielleicht ein Schwarzwälder Kirschtorten-Seminar“, erzählt der 58-Jährige mit Blick auf die kommenden Wochen.