Die Azubi-Truppe war deutlich schneller fertig als geplant. Foto: Monika Schwarz

Der „Azubi-Talentgarten“ – ein Novum auf einer Gartenschau – schreitet voran. Jetzt ist allerdings erst einmal Winterpause angesagt. An Ostern geht es weiter.

Schaugärten sind normalerweise ein fester Bestandteil einer jeden Gartenschau. Das ist auch beim „Tal X“ nicht anders. Am 15. Oktober wurde deshalb der Startschuss für die fünf Schaugärten auf der hiesigen Gartenschau gesetzt. Sie entstehen im Bereich der Forbachgärten.

 

Einer dieser fünf Schaugärten wird von Auszubildenden aus 13 unterschiedlichen Gartenbaubetrieben der Region unter der Leitung von Fabian Roller, Ausbildungsbeauftragter der Region Nordschwarzwald, angelegt. Die angehende Landschaftsarchitektin Kim Hoss hat diesen „Talentgarten“ geplant. Zwölf Arbeitstage haben 16 der insgesamt 18 Azubis, die am Projekt teilnehmen, bereits investiert.

Zuletzt bei wenig erfreulichen Temperaturen. Dem gärtnerischen Nachwuchs macht das aber nichts aus. „Es wird schnell warm, wenn man arbeitet und sich bewegt“, sagt Azubi Bastian Keppler von der Firma Schuler Garten- und Landschaftsbau schmunzelnd. Er ist einer der 18 Nachwuchslandschaftsgärtner, die am Projekt beteiligt sind.

Senkgarten aus recycelten Betonfertigteilen

Andere kommen von weiter her und übernachten deshalb in der Freudenstädter Jugendherberge, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. Dass auf dem „Talentgarten-Gelände“ seit dem Spatenstich schon kräftig gearbeitet wurde, ist nicht zu übersehen. Ein sogenannter Senkgarten aus recycelten Betonfertigteilen wurde bereits angelegt. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen tiefer gelegenen Sitzplatz, auf dem die Gartenschaubesucher später ausruhen und den Garten genießen können.

Auch ein Holzdeck mit Wasserspiel und ein Brunnen aus Cortenstahl stehen bereits. Integriert wurde in den Garten auch eine „Schwebestufenanlage“ und eine Terrasse mit Pergola. Zudem wurden Fertigteile, die als Sitzblöcke dienen, bereits platziert. Ebenso ein Wasserbecken.

Azubis deutlich schneller fertig als gedacht

Ausnahmslos alle verwendeten Materialien im Wert von rund 30 000 Euro wurden von Fördermitgliedern und Partnern des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg aus der Region gespendet. Einige Bäume und Blühsträucher stehen bereits, die Hainbuchenhecke, die den Garten zur Straße hin begrenzt, wurde am letzten Tag vor der Winterpause ebenfalls noch in Reih und Glied gepflanzt.

Talabwärts, direkt im Anschluss an den Garten, wird während der Gartenschau ein „Treffpunkt Grün“ eingerichtet. Fachpersonal steht den Gartenschaubesuchern dort während der Gartenschau für Rückfragen zur Verfügung.

Kurz vor der Eröffnung der Gartenschau im Frühjahr erfolgen die notwendigen Restarbeiten wie die Installation des Lichts im Garten. Insgesamt hat die Truppe bisher deutlich schneller und effektiver gearbeitet, als ursprünglich geplant. Der Einsatz war deshalb eine Woche kürzer als vorgesehen.

Gärten werden nach der Gartenschau abgebaut

„Wir sind hier jeden Tag an der frischen Luft, können körperlich aktiv sein und wir machen eigentlich jeden Tag auch etwas anderes“, bringt es Azubi Quentin Ziegler von der Firma Hohenschläger Garten- und Landschaftsbau in Mühlacker stellvertretend für alle anderen auf den Punkt.

Für die Ausbildungsbetriebe und den Verband sind das „Azubi-Projekt“ und die anderen vier Schaugärten, die jetzt nach und nach entstehen, auch eine gute Gelegenheit, für die Branche zu werben.

Bedauerlich ist eigentlich nur, dass die Gärten am Ende der Gartenschau wieder abgebaut werden sollen. Wäre das anders, müsste man sie auch regelmäßig pflegen, erklärt ein Mitarbeiter der Firma Schuler Gartenbau vor Ort. Für die Betriebe selbst sei das kaum leistbar.