Die Vorbereitungen der Gartenschau im „Tal X“ geht in den Endspurt. Die Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen ist bewegt von dem tatkräftigen Einsatz der Helfer und freut sich über diese enge interkommunale Zusammenarbeit.
In zweieinhalb Wochen ist es so weit: Die Gartenschau „Tal X“ in Freudenstadt und Baiersbronn wird eröffnet. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Insgesamt 30 000 Tageskarten und 11 000 Dauerkarten wurden bereits verkauft. Die Geschäftsführerin der Gartenschau, Cornelia Möhrlen, erklärt, was das „Tal X“ zu einer „Gartenschau der Superlative“ macht.
Zusammenarbeit Möhrlen ist beeindruckt von der starken interkommunalen Partnerschaft: „So eine enge Zusammenarbeit gab es noch nie. Das so zu sehen, macht mich sehr emotional.“ „Noch vor einem Jahr hätte keiner geglaubt, was wir heute erschaffen haben“, sagt Möhrlen. Zur interkommunalen Partnerschaft gehöre auch die zeitliche Verknüpfung mit dem Schwarzwald Musikfestival, welches passend zur Gartenschau eröffnet.
Ehrenamtliche Nicht nur die Zusammenarbeit der beiden Kommunen macht es zu einer „Gartenschau der Superlative“. Auch das Engagement der Freiwilligen beeindruckt das Organisationsteam. Ehrenamtliche Helfer konnten sich freiwillig für Schichten eintragen, um unter anderem nicht abgezäunte Bereiche zu sichern oder um die Besucher zu begrüßen. „Schon nach vier Tagen waren alle Schichten weg“, sagt sie. Nun seien es 1100 Ehrenamtliche, welche bei Projekten rund um das „Tal X“ mitwirken.
Mobilität Das gesamte Areal erstreckt sich über acht Kilometer, welche sich durch das „Tal X“ am Bach entlang ziehen. Besucher können die Gartenschau mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Je nach Geschwindigkeit brauche man zu Fuß zwischen eineinhalb und dreieinhalb Stunden für einen Rundgang, könne aber auch den ganzen Tag auf dem Gelände verbringen. „Wir haben aber darauf geachtet, dass sowohl die externe als auch die interne Mobilität gewährleistet ist“, erklärt Möhrlen.
Zur Gartenschau selbst können Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Ein Park-and-Ride-Shuttle fährt von den Shuttleparkplätzen in der Sulzhau in Freudenstadt und der Aue in Baiersbronn zum Marktplatz Freudenstadt und zum Bahnhof Baiersbronn. Zusätzlich gebe es einen Tal-Shuttle und einen X-Press zwischen den Stationen des Geländes. Dementsprechend können auch Menschen, die nicht gut Fuß sind, die Gartenschau besuchen.
„Nächste Woche kommen auch unsere Rad-Taxis“, berichtet der Kommunikations- und Marketingleiter Heiko Klumpp. Die Rad-Taxis könne man sich wie eine Art Rikscha vorstellen. Zusteigen könne man einfach nach dem „Hop-On-Hop-Of-Prinzip“, führt Klumpp weiter aus.
Programm In zweieinhalb Wochen – am Freitag, 23. Mai – wird im „Xentrum“ das „Tal X“ eröffnet. Ein „bekanntes Moderatoren-Duo“ begleite das Programm, verrät Möhrlen. Doch dies bleibe nicht die einzige Veranstaltungsbühne, insgesamt wird es drei Bühnen und mehr als 1000 Events auf dem Gelände geben. Die Bühnen im „Xentrum“, auf der in Baiersbronn und im Spiegelzelt am Marktplatz in Freudenstadt werden dafür genutzt. Auch abseits der Bühnen ist von Gruppenführungen bis zum „Sundowner“ einiges geboten.
Vergangenheit Auch an Tagen mit weniger Programm können Besucher im Tal einiges entdecken – unter anderem die digitale Zeitreise. Durch generierte QR-Codes, welche an Stelen auf dem Gelände angebracht sind, wird der Besucher durch eine virtuelle Reise in die Vergangenheit begleitet. Die Zeitreise beginnt im Jahr 1598 und reicht über Bauernhochzeiten in den 50er-Jahren bis zum modernen Bergbau der 1980er-Jahre.
Schon jetzt ist mit der Gartenschau ein Meilenstein für die Gemeinden und Teilorte erreicht. „Etwa 80 bis 85 Prozent der strukturellen Veränderungen werden nicht wieder zurückgebaut“, erklärt Möhrlen begeistert und voller Vorfreude auf die Eröffnung.
Sie hoffe, dass die Bewohner nach dem 12. Oktober mit einem schwäbischen „So schlecht war’s gar nicht“ auf die Gartenschau zurückblicken werden. „Bei einem solchen Kompliment hätten wir wohl alles richtig gemacht“, witzelt Möhrlen.