Ein Rundgang über das Gartenschaugelände mit Gartenexperte Volker Kugel: Darüber freuten sich 14 Schwabo-Leser.
Exklusiv hat der SWR-Gartenexperte Volker Kugel 14 Leser des Schwarzwälder Boten über die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn geführt. Dabei gab es für die Gewinner der Führung jede Menge Tipps für den heimischen Garten und eine umfassende Pflanzenkunde vom prominenten Gästeführer.
Zusammen mit Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen gingen die Gäste auf Entdeckungsreise und bekamen spannende Hintergrundeinblicke und fachkundige Erklärungen. Gleich zu Beginn schwärmte Möhrlen von der Vielfalt der rund acht Kilometer langen Gartenschau durch das Tal, berichtete vom Mobilitätskonzept und wies auf die vielen Bürgerprojekte hin.
Eingespieltes Team
Kugel und Möhrlen hatten zuvor bereits einige Führungen gemeinsam gestaltet und präsentierten sich als gut eingespieltes Team, das sich den Ball gekonnt zuspielte. Möhrlen ging beispielhaft auf die eigens für die Gartenschau gestalteten Holzbänke ein – eines von 15 Bürgerprojekten der Gartenschau. „Hier wurde heimisches Holz verwendet. Es hat viel Zeit und ehrenamtliches Engagement gekostet. Nun sind rund 220 Tal X-Bänkle im Tal verteilt“, sagte die Geschäftsführerin der Gartenschau.
Vom Bürgerprojekt Holzbank ging es zu den vielen Wechselfloranlagen, die ein Hingucker auf der Gartenschau sind. „Bunt zu mischen ist wichtig und die Wuchsgröße der Pflanzen muss beachtet werden“, sagte der Gartenexperte Kugel.
Gartenexperte hat rund 70 Gartenschauen gesehen
Möhrlen freute sich über die große Zahl an ehrenamtlichen Helfern und erinnerte daran, dass rund 85 Prozent der Anlagen auch nach Ende der Gartenschau erhalten blieben.
„Diese Gartenschau hier ist etwas so Einmaliges, durch das Tal schlängeln sich die Anlagen wie an einer Perlenschnur aufgereiht“, sagte Kugel. Er habe bisher rund 70 Gartenschauen gesehen, aber diese hier sei einzigartig. Allerdings müsse man gerne laufen, sagte er mit einem Augenzwinkern. Etwas Besonderes sei auch die interkommunale Zusammenarbeit der beiden Gartenschaubeteiligten Baiersbronn und Freudenstadt. Das zeige, dass gemeinsam mehr erreicht werden könne als allein.
Neue Eindrücke
Von Station zu Station gab es immer wieder wissenswerte Ausführungen von ihm – über den Fake Olivenbaum bis hin zur Spinnenpflanze, die leicht mit einer Hanfpflanze verwechselt werden könne. „Hier passt alles landschaftlich und themenbezogen. So wie hier bitte immer auf allen Gartenschauen“, sagte Kugel.
Einer der Gewinner der Exklusivführung aus Horb war bereits das dritte Mal auf der Gartenschau. „Mir gefällt es sehr gut. Das erste Mal war es ein Reinfinden, beim zweiten Mal habe ich alle Namen der Stationen kennengelernt und heute, beim dritten Mal, genieße ich das Fachwissen“, sagte er. Jeder Besuch bringe wieder neue Eindrücke und Erkenntnisse.
Eine spontane Einlage gab es am Brennereistand über die Wichtigkeit von Streuobstwiesen. Nach der Führung konnten die Gewinner die Gartenschau noch auf eigene Faust erkunden.