Ein wesentliches Element fürs Spielen und Toben rund ums Haus ist die Rasenfläche. Damit diese möglichst viel mitmacht, sollte auf eine robuste Grassorte zurückgegriffen werden. Ende März bis Anfang April ist der richtige Zeitpunkt, um das Grün fit für den Sommer zu machen.
Wie sieht er aus, der Garten, der den Kleinen gefällt? Ganz bestimmt nicht langweilig und einen robusten Rasen darf er gerne auch haben. Denn Kinder wollen draußen nicht nur chillen, sie wollen etwas mit allen Sinnen erleben, ihre körperlichen Fähigkeiten austesten, aktiv und kreativ sein.
Im Kleinkindalter ist der Radius, in dem sie sich bewegen, überschaubar. Meist sind die Jüngsten mit einer Sandgrube zufrieden, in der sie nach Herzenslust buddeln können. Aber schon wenig später begeben sie sich auf Entdeckungsreise. „Einige Kinder entwickeln sehr früh ein echtes Interesse an Blumen- und Gemüsebeeten und wollen wie die Eltern in der Erde wühlen, etwas anpflanzen und später auch ernten. Am besten reserviert man ihnen dafür ein eigenes Eckchen oder stellt für sie ein kleines Hochbeet oder Pflanzkästen auf“, sagt Achim Kluge vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL).
Raum für Bewegung
„Der Entdeckergeist wird besonders in naturnah angelegten Gartenarealen geweckt. Dort gibt es für kleine Forscher eine Vielzahl an Insekten und Vögel zu beobachten.“
Ein ganz wesentliches Element des Garten-Spielplatzes ist die Rasenfläche. Sie lässt sich vielfältig nutzen: Hier können Kinder Radschlagen, Purzelbäume üben, Federball spielen, mit Freunden zelten oder ein Picknick veranstalten. „Wichtig ist, dass man bei der Anlage auf die richtigen Saatmischungen setzt. Heute gibt es sehr robuste Grassorten, die sogar tolerieren, wenn auf ihnen häufig gebolzt wird“, so Kluge.
Herbstlaub entfernen
Damit die Graspflanzen das ganze Jahr über vital bleiben, den Belastungen verschiedenster Art standhalten und ein kräftiges Grün zeigen, sollte man ihnen regelmäßig Pflege gönnen. Am besten startet man bereits Ende März bis Anfang April mit einer etwas umfangreicheren Frühjahrskur.
Bevor der Rasenmäher zum Einsatz kommt, empfiehlt es sich, zuallererst das restliche liegengebliebene Herbstlaub zu entfernen und die feuchten Stellen, die sich wahrscheinlich darunter zeigen, gut abtrocknen zu lassen“, rät Gartenbauingenieur Ludwig Eberspächer. „Dann kann gemäht werden. Die ideale Schnitthöhe für Gebrauchsrasen liegt bei etwa vier Zentimetern. Reiner Zierrasen kann auch deutlich stärker gekürzt werden. Bis in den Herbst hinein sollte man ab jetzt möglichst regelmäßig alle 14 Tage mähen. Das lässt die Grasnarbe schön dicht werden.“
Mit Rechen oder Vertikutierer?
Durch das nasskalte Wetter konnten sich auf den meisten Rasenflächen Moosflechten ausbreiten. Einige Stellen sind zudem durch abgestorbene Pflanzenteile vermutlich verfilzt und zeigen sich in einer grau-bräunlichen Farbe. Abhilfe schafft man hier durch gründliches Vertikutieren.
Bei kleinen Gärten lässt sich diese Aufgabe problemlos mit einem Rechen durchführen – effektiver und weit weniger anstrengend geht es natürlich mit einem motorbetriebenen Gerät. In vielen Baumärkten und Gartencentern kann man diese tageweise ausleihen. Ein gutes Ergebnis erzielt man, wenn der Vertikutierer sowohl in Längs- als auch in Querrichtung gleichmäßig über das Gelände bewegt wird.
Eine mit Widerhaken versehenen Messerwelle dringt dabei einige Millimeter in die Grasnarbe ein und reißt Moose und weitere flachwurzelnde Unkräuter sowie überschüssiges Pflanzenmaterial heraus, so dass die Gräser anschließend wieder ungestört wachsen können. Löwenzahn und andere Tiefwurzler müssen allerdings weiterhin von Hand ausgestochen werden.
Entstandene Lücken neu einsäen
„Ist die Rasenfläche nach dieser Behandlung an einigen Stellen ausgedünnt, lassen sich die Lücken mit frischen Grassamen schnell schließen. Mit der Aussaat beginnt man am besten aber erst, wenn die Bodentemperaturen konstant bei etwa acht Grad Celsius liegen“, rät Eberspächer.
„Damit die Samen gut keimen, sollten die nachgesäten Stellen eine Zeit lang nicht betreten und gut feucht gehalten werden.“
Mit Sicherheit Spaß im Garten
Gefahrenquellen:
Bei einem Garten, in dem Kinder spielen, sollte die Sicherheit immer im Vordergrund stehen. „Eine Hecke oder ein Zaun verhindert, dass sich der Nachwuchs in einem unachtsamen Augenblick davonschleicht und auf die Straße läuft“, so Achim Kluge vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). „Vorsicht ist jedoch bei schmiedeeisernen Exemplaren mit Spitzen oder dem klassischen Jägerzaun geboten. Denn sie können kleinen Kletterkünstlern gefährlich werden. Um schwere Stürze zu vermeiden, empfiehlt es sich zum Beispiel vor der Kellertreppe ein Törchen anzubringen.“ Können die Kinder noch nicht schwimmen, raten Experten dazu, für Teiche, Pools oder Wasserstellen eine kindersichere Abdeckung anzubringen oder diese einzuzäunen.
Stehen Klettergerüst, Schaukel und Co. nicht auf der Rasenfläche, empfiehlt es sich, darunter Fallschutzmatten zu verlegen. Alternativ kann man auch mit einer dicken Schicht aus Sand für weiche Landungen sorgen.